Sonntag, 5. Januar 2014

... auf die Schnelle - Amazon

Amazon ist verschrien, seine Mitarbeiter auszubeuten. So ist man (ich & Du & überhaupt) doch ein wenig skeptisch, wenn schnell und noch viel schneller ein gewünschter Artikel zur Stelle sein soll.
Die Wunschliste kann da überschäumen. Amazon bietet für alle Bereiche das Richtige.
Der Punkt ist wie meistens der schnelle Lieferservice. Dieser löst durch Berichte über Ausbeutung der Mitarbeiter vom Verpacker bis zum Lieferservice doch jedesmal ein Magendrücken aus. Das schlechte Gewissen lässt sich dabei nicht leugnen, wenn man auf den Absenden-Knopf klickt und die Bestellung dadurch läuft.

Die Versandkosten sind ja meist der Punkt, warum ein Kaufabschluss doch infrage gestellt wird. Dabei wird aus einem vermeintlich billigen Artikel schnell mal ein Preisstern. Dieser Stern fliegt aber dem Verkäufer zu und nicht dem Käufer. Dieser will ja das Billigstmögliche erhalten, um seine Ausgaben gering zu halten. Schließlich kann man mit der Ersparnis noch weitere Schnäppchen tätigen. Die Finanzen sind ja immer knapp und wer will schon freiwillig gerade für Verpackungskosten den Pappdeckel mitsamt dem Aufkleber, vielleicht noch den Kugelschreiber oder die Tinte für den Drucker bezahlen? Das sind solche Ausgaben, die man zwar bezahlen MUSS, weil sie eben nicht zu umgehen sind, trotzdem nicht bezahlt werden WOLLEN. Wollen deshalb, weil das Verpackungsmaterial meist sofort im Müll landet. Und davon hat der Verbraucher ja nichts.

Der Versandhandel im Internet hat inzwischen dem realen Handel den Rang abgelaufen. Meine eigenen Erfahrungen beruhen darauf. Da geht es oft nur um Kleinigkeiten, die meist spontane Kaufentscheidungen bewirken. Und der Wunsch soll natürlich sofort befriedigt werden. Zuerst wird meist ja die Preisfrage geklärt. Was kostet das Teil und wo kann man es beschaffen.
Eigentlich ist der schnelle Gang in das nächste Kaufhaus oder auch Fachgeschäft angesagt. Manches Mal bieten auch die Discounter zufällig gerade diese Dinge des täglichen Gebrauchs an.
Meistens jedoch ist die Erfüllung des Wunsches dann doch eher eine Zeitfrage. Eine Zeitfrage deshalb, da der Stressfaktor in Bezug auf die Wege-, heißt Fahrzeit, allein noch kompensiert mit dem Stressfaktor Wartezeit von der Beratung bis zum Schlangestehen an der Kasse in der Summe eine gewaltige Resonanz ergibt.
Heißt, der Wunsch wird schnell ad acta gelegt und somit zunichte.

Der Punkt bleibt trotzdem der, dass der Artikel, das Objekt der Begierde, meist doch dringlichst benötigt wird oder man weiß auch oft nicht, WO dieser erhältlich ist.
Lange Rede, kurzer Sinn, das Internet bietet durch den Versandhändler Amazon doch eine gute Alternative, die sich auch bei mir und uns im Laufe der Zeit als bestens bewährt herausstellte.
Vorrangig das schnelle Finden des Artikels - der Kaufabschluss ist dann nur noch ein Sekundenakt - und schon am nächsten Tag bringt der Bote, meist DHL, das Wunschprodukt ins Haus.

Eine gute Sache. In letzter Zeit allerdings hakte es nicht am Preis, sondern die LIEFERZEIT war der Auslöser, weshalb der "reale" Kauf wieder in den Vordergrund trat. Allerdings stellte sich zum Schluss heraus, dass das Produkt im Internet dann doch um einiges günstiger gewesen wäre, von der Zeitersparnis gar nicht erst zu sprechen.

Bei genauerer Recherche stellte sich heraus, dass der Premium-Versand trotz der Zuzahlung für ein Jahr über ca. 30 € eine Überlegung wert ist. Deshalb auch, wenn oft und viel bestellt wird. Einmal entfallen dann alle Versandkosten, der Verpackungsmüll etc. spielt dann keine Rolle  mehr; zum anderen wird mit einem Schnellversand geworben. Das gewünschte Produkt soll am Tag nach der Bestellung schon an Ort und Stelle sein.
Dazu kann eine Probezeit von 30 Tagen genutzt und bei Unzufriedenheit jederzeit rückgängig gemacht werden. Auch wenn man nach einem halben Jahr feststellen sollte, dass das Premium-Angebot nicht mehr genutzt wird, ist eine Rückzahlung dieser Hälfte, also 15 € Fakt.

So gesehen hat der Verbraucher, so auch meine Wenigkeit, nur Vorteile und ein Abschluss dieses "Paketes" eine feine Sache.

Mein neu erworbenes Smartphone brauchte eine Schutzhülle. Das war der Punkt des Auslösens. Natürlich war der spontane Entschluss, sich im Fachhandel real umzuschauen das erste Mittel der Wahl. Leider musste ich feststellen, dass der Zeitaufwand beträchtlich und das erworbene Produkt nicht dem Wunsch entsprach. Genauer gesagt, für mein Smartphone, ein Motorola, gab es im Fachhandel nicht eine einziges(!) Angebot! Zwar hatte ich eine Universal-Schutzhülle erworben, die mich jedoch nicht zufriedenstellte. Das Smartphone unhandlich aus der Umhüllung zu entnehmen war.

Zuhause dann, durch die Unzufriedenheit ausgelöst, doch im Internet nachgeschaut und bei meiner Recherche festgestellt, dass der Versandhandel hier eine schnelle Lösung parat hatte. Die Versandkosten entfallen beim Abschluss des Premium-Angebots.
Gleich hatte ich auch die Probe aufs Exempel statuiert, wies so schön heißt, und die Hülle, welche sogar in Lederausfertigung gerade mal um die 10 € preislich absolut mehr als günstig ausfiel, bestellt.
Interessanterweise noch vor Jahresabschluss. Das war besonders interessant, da hier garantiert ein Mehraufwand angesagt sei.
Fakt also, die Bestellung am 30. Dezember absolviert. Prompt kam auch die Zusage per SMS, dass die Bestellung bearbeitet und die Auslieferung für den nächsten Tag, also dem 31. Dezember(!) angesagt sei.
Geglaubt hatte ich das ja nicht, ganz ehrlich gesagt. Und war deshalb auch sehr überrascht, dass schon am nächsten Morgen, 8 Uhr herum, das Smartphone piepste und eine Nachricht von Amazon einging. Hierin wurde die Lieferung angezeigt: Das Paket, in diesem Falle natürlich ein Päckchen, sei in der Packstation eingegangen.

Das hätte ich nicht erwartet und war platt wie die nicht vorhandene Briefmarke auf dem daraufhin in der Hand gehaltenen Päckchen. Das Produkt entsprach auch meinen Vorstellungen und war deshalb auch mehr als zufrieden. Daumen hoch, kann man dazu zu Amazon sagen.
Die Zukunft wird zeigen, ob das Versprechen auch weiterhin gehalten wird. Sicher ist das mulmige Gefühl angesichts der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter dieses Versandhändlers immer im Hintergrund vorhanden. Allerdings bin ich als Verbraucher nicht dafür verantwortlich. Für mich spielt aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse eben trotzdem das Preisliche eine überragende Rolle, weshalb das schlechte Gewissen hier wie überhaupt in die Ecke gedrängt wird.



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