Kaffeegeschichten

12.  Oktober 2013, Samstag.

Heute.
Kaffee schon geschlürft. Die schwimmenden Objekte laberigen Ursprungs haben mich die Tasse jedoch schnell ad acta legen lassen, heißt: Der Ausguss hatte Freude!
Trotzdem oder gerade deshalb gabs eine neue Ausfertigung desselben. Allerdings mit gleichschwimmender Oberfläche. Goldbraun und gar nicht durchwachsen (ist ja schließlich kein Bauchspeck).
Eine Psychologin (liest sich zumindest so) hat sich als neue Lesefreudige meinerseits etabliert. Mein Stellenwert bei Twitter Marianne Hauck ist gestiegen - 16 Follower, Leser (oder -innen) nennt sich das ja. Na, ist doch was.

Und da ich mir den Eindruck nicht verkneifen kann, dass meine Texte wohl etwas durcheinander daherkommen, habe ich gleich mal wirre Geschichten herausgekramt. Schließlich gibt der Blog einiges her.

Männe ist hereingekommen. Kaffee braucht auch ein Mann. Von daher die Frau auf die Seite bugsiert und sich in den Mittelpunkt des Geschehens verbannt. Die Kaffemaschine bedient. Ewig-weiß seine obligatorische Tasse, welche nie ganz gefüllt sein darf. 
Weißliche Färbungen infolge Milchzuschießens geht gar nicht.
Nur eine Quadratisch-praktisch-gut-Lösung darf inmitten plumpsen (= ein Stückchen weißkristalliner Substanz, schlicht und einfach Zucker genannt).

Nach Gehör wird das Blubbern weniger. Heißt, der Kaffee ist fertig zum Genießen. Was er schlürfig-sicher absolviert. 

Schön. Ihm hats geschmeckt. Meiner ist eh schon alle.

Eine neuerliche Zugabe des schwarzfärbenden Getränks ist nicht angesagt.

Nun kommt der Spüler an die Reihe. Nicht der als Subjekt zu Bezeichnende, sondern objektiv durchaus, welcher sich als MASCHINELLE-AUS-DER-STECKDOSE-KOMMENDE-DAUERLÖSUNG ausweist.

Die Tasse ist ja nie ausgetrunken. Das ist so. Das ist immer so.

Eine schwarze Neige im Weißen.

Kippsicher ist die Sache ja nicht. Denn Tassen werden bekanntlich mit der Öffnung nach unten in die spülsichere (meistens) Variante verbarrikadiert. So auch dieses Mal. 
... und wie so oft, erweist es sich als zielsicher, wenn man dann vorher in die Mulde schaut.

Und da ja meistens "Sie" die Spülmaschinenfachkraft ist, tut "Sie" das auch heute.

Mit einer handlich-schnellen Umdrehung wandert die Weiß-Porzellanene in die Maschine.

Dumm nur ...
... autsch ...

... das war heiß!

... schaute verwundert auf den Boden bzw.  die Füße.

Eine braune Lache ergoss sich darüber.

"Mist!", schon wieder habe ichs vergessen: 
Männe trinkt ja nie leer. 

... und mir schwant, warum meine Füße dauergebräunt sind ... ... ...


 
30.12.2014, ein Dienstag.

In punkto Kaffee gibts ja oft Geschichten, so auch diese.
Weihnachten bekam ich von meiner kleinen Enkelin Alexa, 2 1/2jährig, eine selbst bemalte Kaffeetasse. Ich war begeistert, denn so ein Geschenk ist immer wieder neu. Auch täglich, wenn sich der Morgen anbahnt.
Die Kaffeetasse ist modern, so eine nach Art italienischem Kaffee. So eine mit dem Flair von Italien, obwohl ich just in diesem Moment dann in Nürnberg sitze. Auf dem Sessel, dem Wippsessel, und die ersten Schlucke ganz früh genieße. So um sechs meist oder auch fünf schon.

Dann schaue ich nachdenklich auf die bunten Kreise, die fast wie Wege ausschauen, Wanderwege vielleicht, und denke mir dabei, was sie wohl gedacht hat in diesem Moment, als sie die bunten Kreativwerke auf dieser Tasse verewigt hat und Mama sie dann im Ofen festgebrannt hat, damit sie auch immer halten mögen.
Und immer wenn ich die Tasse herausnehme, am Morgen oder auch am späten Nachmittag, und dabei lächle, freue ich mich jedesmal über dieses Geschenk, weil es persönlich ist und kein No-name-Geschenk, das achtlos einfach so mit Fertigverpackung auf dem Gabentisch unterm Weihnachtsbaum lag.
Danke, Alexa, das freute mich sehr!



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