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Mittwoch, 25. Februar 2015

Influenza - eine instinktmäßige Heilung.

Influenza ist sicher ein Fremdwort. Nicht aber, wenn sie einen heimsucht.
Daheim ist sie mit mir, aber nicht nur dort.

Dass es jetzt nicht total unverständlich klingt, werde ich der Sache mal auf den Grund gehen.
Grundsätzlich ist eine Grippewelle, wie sie ja selbstverständlich, so kann man wirklich sagen bzw. schreiben, in jedem Jahr ansässig. Auch hier. Fremd ist sie einem dann gar nicht mehr, obwohl die Viren ja jährlich einem Veränderungsprozess unterworden sind, so habe ich aus dem TV erfahren.

Gut, ein Virologe bin ich ja nun wirklich nicht, trotzdem weiß ich inzwischen, dass Bakterien und Viren fernverschieden sind, also demzufolge auch fernverschieden zu bekämpfen sind.
Wobei bekämpfen ja nun wirklich der Punkt an der Sache ist.

Im Laufe des Lebens heimst man sich ja schon so allerhand Kleintiere ein. Reale, vielleicht auch mal eingebildete, aber auch solche, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Gegen Bakterien ist sehr wohl ein Kraut gewachsen - gegen Viren maches Mal nur die Impfung, so es vorher die passende gibt. Die chemische Keule wirkt da wahrscheinlich doch ein wenig besser, als die Kräutlein auf dem Lande, die im Winter sowieso kaum wachsen.
Antibiotika ist das Schlagwort, welches sich inzwischen aber auch schon wieder einer Wandlung unterzogen hat. Früher eingenommen, half es auch mit Sicherheit. Der überflutende Einsatz eines Arneimittels aber mit Gegenteiligem behaftet, demzufolge eine Wirkung kaum noch zu erwarten ist.

Und da ja eine Grippe immer schon von altersher keine bakterielle Erkrankung ist, so habe ich inzwischen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich in Erfahrung bringen können, hilft eine Antibiotika-Verschreibung von ärztlicher Seite her kein Bißchen.
So kann ich es nicht verstehen, wenn sogar Kinderärzte Antibiotika verschreiben, wenn die Mütter oder auch Väter, Omas etc. mit den Kleinen zu ihnen rennen. Sehr oft, auch im nahen Umfeld habe ich dies mit Kopfschütteln erfahren.
Die Belastung für so einen kleinen Körper mit chemischen Mitteln, die schon von vorneherein keine Wirkung voraussagen, ist eine unverzeihliche Schädigung, ja schon fast Körperverletzung.
Gut, die Eltern, Großeltern oder überhaupt Erziehungsberechtigten wissen meist wenig, können oftmals nicht einmal die kleinsten einfachen, und dabei völlig unschädlichsten Mittelchen anwenden.

Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn die Ärzte, die ja bestimmt oft von der Pharmaindustrie gesteuert bzw. bezahlt werden, Mittel verschreiben, die absolut nicht der Heilung entsprechen, sondern nur den Konzernen dienen, damit sie größer und mächtiger werden. Ein Lobby zum Schreien.

Natürlich darf  man nicht alle über einen Kamm scheren und eine ärztliche Ausbildung hat ja der normale Bürger auch selten, weshalb der Gang zum Arzt mit der hoffentlichen Hilfe verbunden ist. Meistens tut es das ja auch.

------------ Auch mich hat es doch tatsächlich wieder einmal erwischt.  Obwohl ich mir trotz vieler Anstrengungen in Sachen Gesundheit bzw. Gesundbleiben nun wirklich Mühe gegen hatte, die Tierwelt außen vor zu lassen.
Aber auch sie mochten mich.
Leider hatten sie ja nicht damit gerechnet, dass ist mich wehren würde, demzufolge sie dann doch recht schnell wieder ihre Flucht ergriffen.

Heißen soll das, die ersten Anzeichen wie Müdigkeit, Schlappheit, Trägheit, die sich ja bei mir sowieso oft schon so einstellen (lach),  haben sich seit ein paar Tagen verstärkt. Dazugekommen sind noch Schmerzen. Sämtliche Beine (zwei an der Zahl) dazu noch der gerade auflaufende Rücken hat sich einer gemeinsamen Sache verschworen, nämlich mich mit nervtötenden Schmerzen zu versorgen, die ich so noch nicht kennengelernt habe.

Die Fieslinge zogen mich in die Länge, heißt Schlagseite senkrecht war angesagt.
Da lag ich nun, von der Welt der Gesunden getrennt bis auf Ewiges. Dachte ich zumindest.

Mein Instinkt hat mich wohl auf die richtige Fährte gelockt, weshalb ich offensichtlich genau das Richtige getan hatte. Nein, dieses Mal kein Tee ohne Ende, sondern würziges Essen.

INGWER, überhaupt orientale Gewürze sind zumindest für mich das Allheilmittel, um die kleine Tierwelt in Schach zu halten und meist schnell wieder zu vertreiben.

So gibt es keine im Körper sowieso schleimbildenen Lebensmittel zu essen, sondern Reduzierungen,  so nenn ich das jetzt für mich einmal.

CHILI, KURKUMA, SCHWARZKÜMMEL sind dann wichtig.

Eine Hühnersuppe ist natürlich auch eine super Alternative. Doch meistens ist das Suppenhuhn ja nicht zur Stelle, welches ich just zum Kochen gebräuchte. Also muss es schneller gehen und hier ist die Sache mit den Gewürzen eine schnellere Sache und hilft zumindest genauso gut und schnell, so meine Erfahrung.

Ich nehme dann einfache Brühwürfel. Daraus wird die dann auch wirklich unschädliche Arznei gezaubert.

  • 1 Liter Brühe, aus Würfeln, mit zwei, drei Zwiebeln, vier Knoblauchzehen, drei frischen oder getrockneten Chilischoten, drei frische Scheiben Ingwer, drei Wacholderbeeren, eine Messerspitze Kukuma (soll ja das Imunsystem stärken), vier Pimentkörner, eine halbe Karotte in feine Scheiben geschnitten, eine Petersilienwurzel in feine Scheiben geschnitten, außerdem  gebe ich dem Geschmack wegen noch TK-Bohnen und eine Handvolle Erbsen hinein.
  • Das ganz wird quellend aufkochen lassen. Und auf ausgeschalteter Herdplatte 10 Minuten langsam runterköcheln lassen, heißt mehr ziehen als kochen lassen. 
  • Gefühlsmäßig sage ich so, dass die Wirkstoffe dann besser erhalten bleiben und so auch besser ihre Wirkung entfalten können.
Diese Suppe ist kräftig, ja wirklich fast schon scharf. Hat aber gerade deshalb wohl auch ihre durchschlagende Wirkung, weshalb es schnell die Beschwerden vertreibt, die irgendwelche unsichtbaren Kleintiere, gegen die es ja bekanntlich keine Mittel auch chemischer Art gibt, auslösen.

Ich löffle also die Suppe. Zwar ist sie natürlich kein Wundermittel. Und da der Körper zum Anspringen doch eine Weile braucht, ist zumindest EIN TAG der Grenzwert, der die Wirkung garantiert.

Bei mir hat es dann zwei Tage gedauert. Die runterziehenden Schmerzen in den Beinen und im Rückgrat haben sich zwar noch ein wenig gehalten. Hier habe ich dann etwas vielleicht Absurdes (?) getan und meine dicke Jacke genommen, den dicksten Schal, den ich im Schrank hatte, Mütze auf ... und! ... bin rausgegangen, um einen zweistündigen Spaziergang zu machen.

So nach dem Schema: Entweder es hilft oder es wird schlimmer, dann ists auch schon wurscht!

Nach anfänglichen Hustenattacken - wohl auch wegen des Kältereizes drinnen und nach draußen - ging es mir dann doch recht schnell besser. Die frische Luft hat die Sache unterstützt, so glaube ich es.

Als ich nach Hause kam, waren die Schmerzen verschwunden und auch die Niesattacken seltener.

Jetzt, wo ich es niederschreibe, sind vier Tage vergangen und ich fühle mich fast wieder fit.

So ist der innere Instinkt oft das bessere Heilmittel als alle Ärzte mit ihren chemischen Keulen vermitteln können.

Gut, hierzu muss ich natürlich schreiben, dass ich nur leicht erhöhte Temperatur hatte. Bei richtig hohem Fieber (40 Grad) ist das Rausgehen vielleicht doch nicht die richtige Wahl. Wobei das öftere Lüften eines Krankenzimmers schon immer für Besserung gesorgt hat.

Dies war meine kurze, nun doch schon längere gewordene Beschreibung einer instinktmäßigen Heilstrategie, um der Influenza einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Vielleicht hilft sie ja auch dem einen oder anderen, um schneller wieder auf die Beine zu kommen?
Ich wünsche es Ihnen!

..........................
Der innere Schweinehund ist nicht immer ein Feind ... aber manches Mal sollte man ihn schon überwinden.

.................. Interessanterweise gabs beim Discounter auch noch ein tolles Angebot an Orangen. 4 kg für 3 Euro und ein paar Zerquetschte.
Gut, da hatte ich natürlich auch noch zugeschlagen. Sechs Stück anstatt Tee ... ja,  bestimmt hat das der Unterstützung auch noch gut getan - wer weiß?
Vitamin C und dann noch frisch vom Stück und nicht künstlich konserviert und hergestellt.

Ich denke, es war alles miteinander - die Kombi halt aus Essen, frischer Luft und spontaner Eingebung!


---------------- hier noch ein Link zum Thema Schlafhilfe, welche natürlich nicht nur bei Influenza hilfreich ist. Schlaftees probiert.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Kurzurlaub in der Augenklinik

Mein Mann lag im September ein paar Tage in einer Augenklinik.
Die Zwei-Drei-Bett-Zimmer waren nicht alle belegt. Eine ältere Dame wurde von ihren Angehörigen gebracht. Sie wurde erst am nächsten Tag operiert.
Mein Mann hatte auch diverse Untersuchungen. Die OP war auch für den nächsten Tag angesetzt.  Soweit ok.
Ein junger Mann, Bettnachbar meines Mannes, wurde am nächsten Tag entlassen.
Ein neuer Patient rückte an seine Stelle. Etwas älter, über fünfzig etwa. Sein Äußeres ließ darauf schließen: Dieser Mann hatte kaum Geld.  Sauber zwar gekleidet, die Haare halblang, doch etwas ungepflegt. Ein Rucksack mit seinen Habseligkeiten gehörte zu ihm.
Man kam ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass eine seltsame Geschichte seinen Aufenthalt erforderlich machte.
Er saß mit einem Bekannten und seiner Frau auf einer Parkbank. Ein Passant spielte in der Nähe mit einem Hund. Diesen beschäftigte er mit einem Stock. Warf diesen Stock, der Hund brachte ihn zurück.
Sie schauten dem Spiel zu. Auf einmal landete der Stock beim Werfen genau auf seinem rechten Auge, welches blau anlief.
Der Mann mit dem Hund war dann verschwunden. 
Das Auge begann zu schmerzen und er sah Doppelbilder, so seine Aussage.
Das in der Nähe seiner Wohnung befindliche Krankenhaus beherbergte eine neu erbaute Augenklinik. Dorthin begab er sich. Die Diagnose ergab nichts Gravierendes. Er solle zur Beobachtung erst einmal ein paar Tage in der Klinik verbleiben.
Der Mann übernachtete. Freute sich sichtlich über das dargebrachte Essen. Das Zimmer war sauber und aufgeräumt. Die Putzfrau kam und säuberte. Es gab Frühstück, Mittag- und Abendessen, Kaffee, Tee nach Belieben und es gefiel ihm.
Am  nächsten Tag noch einmal eine Untersuchung. Der Zustand schien sich zu bessern.
Noch einen Tag zur Sicherheit, dann würde er entlassen.
Tagsüber – das Wetter war schön; Sonnenschein und angenehme Temperaturen -  nahm er seinen Rucksack und wanderte bis zum Mittagessen einige Stunde draußen herum. Keiner fragte, wo er geblieben sei.
Am dritten Tag dann die Endkontrolle: Die Sehfähigkeit war wieder hergestellt und er konnte entlassen werden.
Gut erholt verließ er die Klinik.
Den Eindruck ließ er zurück, dass er sich NUR ein paar schöne Tage auf Kosten der Allgemeinheit gemacht hatte. Besuch bekam er keinen. Nach seinen Erzählungen lebte er allein. Musste für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen. Dass ihm Essen serviert wurde, anschließend alles wieder aufgeräumt und gesäubert wurde,  gefiel ihm, sah man ihm an.
Ein kleiner Kurzurlaub auf Kosten der Allgemeinheit. Eine seltsame Geschichte von einem Stock, der sooo zufälllig in sein Auge geriet, dass sogar ein Aufenthalt in der Augenklinik vonnöten war?!
Die Klinik, neu erbaut, erhielt von der Krankenkasse die Kosten erstattet und dem “Augen”-Geschädigten waren ein paar Tage Urlaub gegönnt – aus welchen Gründen auch immer.
Mein Mann jedoch war mehr als froh, als er entlassen wurde. Er fand nämlich keinen Schlaf, weil sein Bettnachbar fürchterlich schnarchte.

Montag, 30. September 2013

Erkältung oder "a widder neet ..."

Heute angestanden in der Apotheke. Naja ... könnte am Wetter liegen.

Eine Frau um die Fünfzig ist vor mir an der Reihe:
"... also ich möcht' wos fier mein Moo. Wissens, der is erkältet oder a widder net, jedenfalls bräucht ich wos fier ihn", sagte sie zur Apothekenverkäuferin.
Diese schaute kritisch und litt mimikmäßig gleich mit.
"Hmmm ... naja  ...", gab sie von sich und  griff zielstrebig hinter sich ins Regal, entnahm eine grün-bläuliche Packung mit einem Universalheilmittel, welche sich als Schmerzmittel allenthalben entpuppte.

"Nehmens dess", meinte sie zur Fünfzigerin.
"... des is für alle Fälle des Richtige!"

Die Sorgenfalten auf ihrer Stirn sowie die etwas kniffligen um die Mundwinkel verschoben sich in Richtung Positiv.

Mit einem Stoßseufzer der Erleichterung legte sie das Kleingeld auf die Theke.
Der Preis war egal, Hauptsache ein schnelles Mittelchen war gefunden, für den offensichtlich darniederliegenden Ehegatten, welcher sicher daheim sehnlichst auf die Ankunft des hoffentlich helfenden Präparats wartete.

Obs geholfen hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich kannte die Frau nicht.
Trotzdem konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, denn auch ich stand mit einem Rezept meines Mannes an der Theke.

... und die Apothekenumschau nahm ich auch gleich mit.
"Männergesundheit", stand auf der Titelseite des Magazins. Ein strahlendes Männerantlitz inklusive.

... könnte am Wetter liegen, könnte man meinen.