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Sonntag, 20. September 2015

Vom Texten, Verstehen und Zerreden

Es gibt Zeiten, da schreibt man liebend gern. Es rinnt aus der Seele. Es tippt sich von selbst. Es ist einfach fantastisch.
Besonders wenn der Druck hinter einem steht - schaffe etwas, los mach schon, das wird schon, Du schaffst das -, ist es besonders prägnant. Hier ist der Druck die treibende Kraft, die doch wieder das Gegenteil erreicht. Das Gegenteil ist dann nicht unbedingt das, was man sich wünscht. Hier ist es wichtig, dass man da eine Grenze zieht. Zwischen dem, was ist und zwischen dem, was Andere von einem wollen.
Wenn jedes Wort zum Desaster wird, kommt zum Schluss nicht ein Buchstabe mehr heraus, der so richtig auf das leere Feld passt, zu dem es auch gehört. Besonders schlimm erwischt es den Texter, der denkt, dass alles so richtig ist, was er schreibt. Wenn alles zerredet bzw. verunglimpft wird, dann bringt man keinen Buchstaben mehr heraus, der passt - der einfach Freude macht.

Der Punkt ist nicht der Punkt nach einem vollendeten Satz, sondern vielmehr das Eigene, das zu Schaffende, welches von irgendwelchen Wichtigtuern kleingemacht wird. Das versteht jetzt sicher niemand so recht. Nur der wirkliche Texter, der versteht das.

Donnerstag, 14. Mai 2015

So ein Mittendrin-Feiertag schon seltsam

... um Himmels Willen ...
... könnte man da auch sagen.
Obwohl ... das Wetter hat es sich gut überlegt und der Überlegung stattgegeben, dass es ein anfänglich strahlend blauer Himmel geworden ist. Und das an einem Himmelfahrtstag, zumindest nach Kalendarium.
Der Gottesdienst ist sicher überall gewesen. Aber wie es so ist, die Faulheit hat mich nicht in die Kirchen getrieben. Dafür war das Wetter halt doch zu schön.
Und von daher ist ein langer Morgenspaziergang am Dutzendteich eine schönere Sache gewesen als in andächtlicher Haltung die harte Kirchenbank zu knechten.
Gut, ich bin nicht wirklich ein Atheist. Aber es hat mich irgendwie dazu gemacht. Das ES ist sicherlich die Faulheit oder aber auch ...
... die Welt an sich. Verstehe das, wer eben will.

Die restliche Welt hat an diesem mitten in der Woche stattgefundenen Feiertag wohl auch nicht so recht gewußt, was sie damit anfangen soll. Worauf ich auf meiner kurzen nachmittäglichen Radtour quer durch die Stadt zahlreiche Menschleins gesehen habe, die anscheinend so richtig dem Drang nachgegeben haben, die Zeit richtig totschlagen zu wollen. So nach dem Schema, Hauptsache, es ist irgendwas gemacht. So hats den Anschein gehabt.

Die Massen, die da aus dem Tiergarten gerannt sind - natürlich nach fast getaner "Arbeit", heißt um fünfe herum. Die Autokennzeichen scheinen aus der ganzen Republik gekommen zu sein. Sofern die Autokennzeichen auch gestimmt haben (Spaß;).

Auf dem Wöhrder See hat auch ein regelrechtes Schiffstreiben geherrscht. Ich war doch so richtig platt wie eine Briefmarke. Obwohl ich gar nicht bei der Post arbeite. Die Schiffsherrschaft hat sich so ganz schön emporgearbeitet. Wer hätte das gedacht. Die Ruderer in allen Varianten bevölkerten den See bzw. die Seenlandschaft, die noch nicht wirklich auf Vordermann gebracht schien. Und trotzdem hat es die Menschheit - woher sie auch gekommen scheint - in die Wiesn und auf das Wasser gebracht. Die Sonne wollte schließlich mit allen Zügen, ob schnell oder langsam, kostenfrei dazu auch noch, genossen werden.

Mein Radl tats da aber vollauf. Schließlich war ich so auch schnell wieder zuhaus. Denn da wartete das Gulasch, was eigentlich gar nicht feiertagstauglich war, aber sich mit Zugabe von dicken Kartoffelknödeln doch zu einem Festtagsschmaus herausgeputzt hat.

Ich war überwältigt.

Und so ist der Feiertag doch noch zu einem guten Ende gekommen. Trotzdem, dass man wohl anfänglich nicht so recht was damit anfangen hat können. Mit dem Tag, dem Feiertag ...

... ach ja, auch Vatertag genannt gewesen, obwohl die Familienhorden doch mehr den Anschein hatten, dass dieser Tag eher ein Familientag ist und war.

Doch nett gewesen ... irgendwie; ja.


Montag, 20. April 2015

Botanischer Garten Erlangen

Noch nie war ich im Botanischen Garten in Erlangen, obwohl fast vor der Haustür. Wirklich eine Schande!
So eine mit viel Liebe gestaltete Anlage. Mit Gewächshäusern, in denen mir besonders die Kakteen gut gefielen. Mit einem nachgestaltetem Alpinum in der Außenanlage. Im April entwickeln sich besonders auf den Beeten fantastische Blüten, die ich festhielt.
Interessant fand ich auch die kleine Höhle mit Eingang von draußen nach drinnen und umgekehrt. Der Schädel eines Tieres lag dort. Und ein Guckloch nach oben/draußen. Toll. Sandstein, Tropfsteinhöhle? ... da muss ich mich erst noch schlau machen (schäm*).
Die Beeteinfassungen sehr gepflegt, wie natürlich auch die Beete, in denen schon manche Pflanze ans Licht drängte. Welch ein Kraft die Natur doch besitzt ...
... immer wieder stellt man das mit Erstaunen fest.

Nachfolgend eine von mir zusammengestellte Collage mit einigen, aber natürlich nicht allen Aufnahmen, die ich einfach so spontan interessant und schön und gut fand.
Ja, die Kamera sollte man doch immer dabei haben. Es lohnt sich.


Diese bunte Blumenpracht stammt auch aus dem Botanischen Garten Erlangen.
Aufgen. 19.4.15
Eins, zwei, drei habe ich auf der Online-Seite des Bayerischen Rundfunks integriert. 
BR-Leserbilder April 2015

... und noch eins im April BR-Leserbild April VI (mit der Einstellung experimentiert; hat mal wieder Spaß gemacht).

Mittwoch, 8. April 2015

London - Reise mit dem Bus (Teil 1) Fähre.

London. Die Reise, resp. die Erfahrungen, musste ich erst ein paar Tage sacken lassen.
Naja, sicher liegt das auch daran, dass man, wenn man sowas noch nie in der Art gemacht hat, dann doch etwas - naja ...  angestrengt war.

Am Donnerstagabend stand ich also ergeben am Busbahnhof. Von dort sollte die Reise starten. Ein Leuteauflauf sondergleichen stand genauso ergeben und ratlos in die Leere guckend am Start. Auf jeder Seite die gleiche Masse. Ganz schön viel für so eine nicht allzu große Stadt, fand ich schon.
Die Abfahrtzeit rückte heran. Nur noch ein paar Minuten und dann könnte ich Richtung Köln sitzen. Erstmal.
Aber wie es so ist, und ich mir das auch so gedacht hatte, war dem nicht so. Der Bus kam nicht. Es kam  gar keiner. Ich fragte herum, ob nicht auch jemand zufälligerweise dieselbe Tour gebucht hatte. London? ... was wohin? .... lautete meist die Antwort.

Naja, dass das nicht allzuviele sein würden, dachte ich mir so im Hinterstübchenkopf schon. Denn anstrengend gestaltete sich das auch bei mir, wenn ich so darüber nachdachte.
Dreieinhalb Tage und davon nur einmal eine Hotelnacht ... das war dann vielleicht doch etwas zu vage.
Egal wie, das hatte ich mir in den Kopf gesetzt. Städtereisen find ich hipp und hopp gehts dann natürlich auch. Irgendwie und auch .... IRGENDWANN.

Zufälligerweise an den Osterfeiertagen. Das wollte ich eigentlich nicht. Wo ich Massenansammlungen so hasste. Doch gerade da war der Termin frei und auch eine Fahrt ab Nürnberg. Wo ich mir schon dachte: Provinznest? ... wohl.

Der Kaffee, den ich gerade beim Schreiben trinke, schmeckt. Also hat es doch was gebracht, das Leitungswasser eine Weile laufen zu lassen. ... schon interessant ... (das ist ein Zwischensatz und zurück zum Ansatz).

Der Zeiger der Uhr am Busbahnhof wackelte beträchtlich an die Abfahrtszeit heran. Überschritt sie. Das nervöselte mich. Und suchte schon etwas entmutigender werdend in meiner Handtasche nach der Telefonnummer, um die Reisegesellschaft zu erreichen, doch da klingelte es schon. Ich ging ran und der Reiseführer war auch dran. Das fand ich schonmal recht positiv, dass man die Leute nicht einfach stehen lässt und warten bis der St.-Nimmerleinstag anbrechen würde.

Fünf Minuten würden sie sich verspäten und ich würde auch gleich den Bus wissen. Farbe, heißt Aussehen und wie man das Teil eben erkennt. Wichtig zu wissen, denn das Reiseziel wär schon wichtig ... meine ich.
Ich legte auf und wirklich, fünf Minuten waren nicht mal um und der Reisebus des Busunternehmens, das uns, heißt eigentlich in diesem Moment doch nur ich (ha!), erstmal nach Köln brachte. Dort wurde dann umgemodelt. Heißt, Leute rein, Leute raus und wie im Klamottenschrank von oben nach unten und umgekehrt gestaltet.
Super der Vergleich, irgendwie.

Der Bus war dann einer nach Paris. Das war wohl mehreren Leuten interessant. Wie ich dann nach einigen Stündchen Fahrt mitkriegte. In Köln am Busbahnhof waren ziemlich wenige, die dann umstiegen. Wobei nach der Abfahrt dann doch noch mehrere Busse nach England tigerten.
Da ich eine Einzelperson war und ansonsten alles Grüppchen und Pärchen musste ich erstmal warten. Denn schließlich sollten die Leutchen, die zusammengehörten, auch alle die vielen Stunden zusammensitzen können. Was soviel hieß: Ich bekam den Restpostenplatz! - Na super, so wird  man behandelt, wenn man EINZELREISENDER ist!
Ich saß zwar ganz vorne, fast am Armaturenbrett aufgemöbelt, was mir jedoch gar nichts nützte. Ganz im Gegenteil ich konnte mich kaum rühren. Die Beine fast immer angewinkelt und die Sitzlehne nicht, wie es in der Reisebeschreibung hieß "Schlafsesselbestuhlung", ausgefahren.
Das konnte ja heiter werden. Wobei mir so recht nicht nach lachen zumute war.
Es ging los. War auch schon dunkel und von der Landschaft sah ich nichts. Aber das war mir auch klar. Belgien 300 km und dann noch paar Zehner durch die französische Prärie, dann kam Calais, der Fährhafen.

Da war ich schon gespannt wie ein Flitzebogen ... eine Fähre hatte ich noch nie gesehen, geschweige denn bestiegen (erstaunlich vielleicht, angesichts der Jährchen, die ich schon auf dem Buckel habe).
Ein weißer Luxusdampfer, so erkannte ich dann später. Die Größe eines solchen Unterfangens war für mich eindrucksmäßig voll berauschend. Ich war putzmunter, obwohl die mitternächtliche Stunde schon längst überschritten war. Zwei Stündchen würde ich auf dem "Luxusdampfer" verbringen. Das war schon ein wenig mulmig. Auch weil ich nicht unbedingt ein Wassernarr war und wohl immer bleibe und lieber im Trockenen meine Erlebnisse durchlebe. Trotzdem ... ich war hart an der Grenze, dass ich ausflippte. Es überwältigte mich total.

Zuerst einmal war vorher natürlich noch die Passkontrolle angesagt. Der normale Personalausweis reichte völlig. Alle Leutchens aus den Bussen wieder raus. In aufgestellte Container, in denen in Häuschen sitzend, die Platzwarte, heißt Zollkontrolleure saßen, schlangenweise herein - wohl damit es kein Gedrängle gebe. Alle ok und weiter ging die Fahrt.

Calais 7 war unser Tor. Das Tor zum Öffnen der großen weiten Welt, so kam es mir vor. So eine Größe,  ein Ausmaß, hatte ich mir in diesem Bezug nicht vorgestellt. Wobei ... so richtig hatte ich darüber auch gar nicht nachgedacht, weil ich mich immer lieber der Realität stelle, als mir vorher irgendwelche Geschichten anzulesen, die sich im nachhinein doch als recht vage herausstellen.

Das Reinfahren in die Fähre war jetzt nicht so berauschend. Halt eine Busfahrt wie in ein Tunnel. Wie sich dann herausstellte, war unser Reisebus niemals nur der einzige. Da gab es einige Parterre, Etagen, in denen die Busse geparkt wurden. Und nachdem alle aus dem Fahrgeschäft ausgestiegen waren, wurden sie eine enge Treppe hochgescheucht. Hinauf, zum Warten. Die Türen wurden geschlossen, damit da kein Mist verzapft wird. Sicherlich.

Im Gedrängel war mir doch etwas mulmig. Weil Menschenansammlungen lösten oft Panik aus. Und wirklich war ich froh, wieder im Freien zu sein. Natürlich ging ich vorne raus. Raus in die Sicht. An den Bug. Schiffskapitän Ahoi und so ... (grins)
Inzwischen graute schon der Morgen. Was für ein Licht. Alles bläulich. Keine Ahnung, ob die Nordsee ansonsten dort auch so sauber wirkt. Kannte ich ja nicht wirklich.
Jedenfalls hatte ich gottseidank die Atmosphäre festgehalten. Denn niemals kann man das so erzählen, wie es in Bildern rüberkommt. Auch wenns nur welche vom Smartphone sind. Im Video selbstredend, ist man sowieso viel mehr dabei. Ständig, wenn man will, im nachhinein. Die Geräusche, ja, da ist man so richtig live, lebensecht hineingetaucht, ja, so könnte man das auch ausdrücken.

Wir mussten warten. Denn klar war, dass wir nicht das einzige Fahrschiff waren, das hinüber tickerte. In den englischsprachigen Raum. Ins für mich noch vollkommen Unbekannte.
Eine Art Schranke, Lichtschranke vielleicht genauer ausgedrückt sollte durchfahren werden. Unser Vordermann, resp. Fährschiff, tuckerte schon durch die blinkende Grünwelle. Ampeln auch hier.
Volle Fahrt voraus und rüber auf die Insel.

Ich war voller Anspannung. Das war neu. Die Fähre wendete; rückte sich in Fahrtrichtung aus. Kalt war es zwar. Windig. Aber für April halt einfach das Wetter so. Der Himmel zwar verhangen, aber behielt seine nasse Fracht doch bei sich.
An der Seite der feine Sandstrand von Calais. Die Häuschen sicher für Reiche, die sich dort ein feines Standplätzchen gesucht haben.  Obwohl ... so nah am Hafen? ...
Egal. Darüber dachte ich dann nicht weiter nach.

Es ging los. Auch für uns. Das "Ausflugsschiff",  wie ich die Fähre so für mich aufgrund der Größe,  des Ausmaßes, des Aussehens, nannte, näherte sich nun auch der Durchfahrt. Es blinkte Grün. Mit größer werdender Fahrt gings hinaus ... auf die See. Das Meer eigentlich schon. Hinüber. Auf die Insel.





weiter gehts auf Teil 2, der folgt.





Mittwoch, 1. April 2015

Sturm "Niklas" - Fahrrad-Horror

Gestern nachmittag wütete ein Orkan. Naja, Sturmböen gabs ja immer schon zuhauf. Unwettermeldungen genauso. Da wurde oft aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Schulen, Bahnhöfe geschlossen. Flüge abgesagt. Züge gestoppt.

Gestoppt wurde auch tatsächlich gestern nachmittag einiges. Die Meldungen in den NN lesen sich jetzt, so danach, wirklich schrecklich.

Für mich, gestern nachmittag, war der Schreck noch nicht so offensichtlich. Ich musste zur Arbeit. Und die war mit dem Auto genauso furchtbar als  ...
... MIT DEM RAD!?

Um kurz nach zwei (14 Uhr) schaute ich raus. Der Himmel zwar wolkenverhangen. Der Radiosender meldete Unwetterwarnungen, die ich jedoch ignorierte - weil: da wurde immer wieder alles aufgebauscht, stellte sich im nachhinein meist heraus.
Es lockerte kurz auf. Die Wolken zogen im Schnellzugtempo vorbei. Es pfiff und tobte  dennoch. Manchmal war es auch ruhig. Wie Stürme eben so sind.
Wir wohnen zwar im zweiten Stock. Doch über uns ist Flachdach. Da hört man den Wind ganz schön darüber hinwegpfeifen. Trotzdem ...
... ein spontaner Entschluss: Soll ich oder soll ich nicht? ... und ich setzte ihn in die Tat um.

Das Rad im Schuppen war schnell rausgeholt. Noch regnete es nicht. Die Regenhose hatte ich trotzdem angezogen, denn oft fängst schnell an.
Kurz guckte ich noch nach oben und schob das Rad auf den Radweg. Doch schon auf der Straße konnte ich nicht weiter. Eine Windböe riss mich beinahe vom Rad. Ich stieg ab und schob es.
Wieder guckte ich nach oben. Soll ich doch mit dem Auto fahren?

... nein, machte ich nicht. Vorne an der Katzwanger Hauptstraße angekommen, pfiff mich die Windböe wieder an. Sibirienkälte, so ging es mir kurz durch den Sinn.
"Bin ich bekloppt, oder was mach ich da eigentlich?"

Mein Denken waren die langen Staus und dass ich mit dem Rad einfach trotzdem oft schneller bin. Und fuhr weiter.
Vorne an der Frankenstraße dann packte mich der Wind. Ich stieg wieder ab.
"Sollte ich doch wieder umkehren?"

Keine Ahnung warum. Vorwärts ging nicht. Rückwärts auch nicht.
Kurz stellte ich mich im Bushäuschen unter und schaute gen Himmel. Die schwarzgrauen Wolken rasten dahin. Der Sturm pfiff. Es regnete, nein hagelte. Irgendwas Hartes, Weißes, war darinnen. Es brasselte mir ins Gesicht.  Die dicke Jacke war schon durchnässt. Auch die darübergezogene Regenhose nützte nichts.

Da stand ich nun. Der Regen war noch schlimm. Der Sturm ließ kurz nach. Schnell stieg ich jetzt kurzentschlossen doch wieder auf mein Rad. Vorwärts war auch nicht schlimmer als wieder zurück. Halbe Strecke hatte ich ja schon. Halbe Stunde normalerweise und ich war da.

Normalerweise. Heute, an diesem Nachmittag, jedoch nicht!
Ich schob mein Rad über die Fußgängerampel. Auf die andere Straßenseite. Eine Windböe riss  mich beinahe um. Trotzdem sagte ich mir, vorwärts war genauso schlimm wie rückwärts und fuhr deshalb nach vorne. Zum Ziel - Arbeit.

Der Horror schlechthin, den ich da erlebte. Der Regen,  wohl mit Hagel vermischt, brasselte mir ins Gesicht. Der Stau auf der Frankenstraße war genauso schlimm.
Über die Kreuzung Dianaplatz gefahren, stellte ich mit Blick auf die Uhrzeit am Bushaltepunkt fest, dass ich sogar noch früher dran war als sonst?!

Ich war überrascht. Und merkte, wie man gefühlsmäßig Sekunden zu Stunden mutieren kann, dann  nämlich, wenn man in einer schlimmen Situation ist. Sich anstrengt und plagt und man das Gefühl nicht los wird, dass es nicht vorwärts geht.

Doch. Es ging vorwärts. Die halbe Stunde war fast um. Ich war fast an meinem Ziel. Ich kam sogar noch fünf Minuten früher als sonst an. Ich staunte nicht schlecht.

Natürlich. Wie es oft so ist. Wenn man dann angekommen ist, verziehen sich die Wolken und wie durch ein Wunder scheint die Sonne. .... eigentlich UNGLAUBLICH!

Wenn ich jedoch vorher die Schreckensmeldungen in den NN gelesen hätte, wäre das Rad garantiert im  Schuppen geblieben.
Ich hatte wohl wieder mal einen Schutzengel dabei. Gottseidank! ...  kann ich da nur sagen.
Bäume hätten umstürzen können. Lastwagen umkippen, Hausdächer herunterfliegen ... Radfahrer ...

... oh mein Gott ...


Dienstag, 31. März 2015

Der Wind und eine windige Idee/Antifaltencreme

Draußen stürmts. Heut. Der Sturm (NIKLAS) von gestern abend hat sich verstärkt. Puhh ... ob ich da nachmittags noch mit dem Rad zur Arbeit fahren kann?
Naja, zur Not stell ich mich ergeben in den Stau. Das dauert bekanntlich länger als wenn man zu Fuß gehen würde. Manchmal stimmt das auch.

So jagt man eigentlich keinen Hund vor die Türe. Und von daher wirkt man mehr drinnen. Die Pflege, resp. die Hautpflege ist da ein Thema. Eigentlich ja immer. Aber wenn man doch etwas mehr in die Jährchen kommt, dann noch mehr.

Da wird ja probiert. Einiges. Obwohl ich von Cremes, Püderchen & Co. nicht allzusehr überzeugt bin, hat es mich doch gerissen. Ja, gerissen kann man vielleicht schon sagen. Obwohl ... ganz so schlimm ist es nicht geworden.

Die Käsefüße, welche ja keine werden sollen, rufen immer: "Pfleg mich, schmiere und öle und balsamiere mich!" So ist es schon so, dass ich da nicht umhin komme und, obwohl ich die Balsamierung schon mehr für die Visage erworben hatte, um die Gruben und Tiefen und Furchen im Antlitz nicht noch mehr in Erscheinung treten zu lassen (ha, doch a bisserl eitel, gell?;).

Dreimal geschmiert und die Furchen haben sich nicht geglättet! Naja, wie sollen sie auch? ... Furche ist Furche und Falte ist Falte - und die bleiben ... und das auf ewig!

Zwei Probedöschen warens. Nicht teuer. 55 Cent?! ... sicher wars der Preis, wo man sagt, das konnte eh nix werden. Wies auch gewesen ist und war, die Nachtcreme ist noch in Funktion und staune sagenhaft über die Glättung. Bin beinahe beim Eincremen drauf ausgerutscht (ha, Späßchen!).

Die Tagescreme hat mich jetzt nicht so arg darniedergelegt, heißt sicher ist die zu dünn gemixt und von daher nix für die alternde Oberfläche; wohl.

Was tun mit dem sicher für die Tonne geeigneten Produkt?
Nein, da ich ja so leicht nichts wegwerfe, kommt die Idee zum Tragen: Die wird zur Fußcreme umgewandelt. Und so ist es passiert!

Das Geschmiere wandelt nun an den Füßen.Toll! Eine Antifaltencreme für die Füße? ... das hat wohl sicher auch noch niemand gemacht? Oder etwa doch? .... ....

Sicher bin ich mir aber doch, dass die Furchen und Täler zwischen den Zehen wohl niemals verduften werden. Denn, die Lüftung ist eh schon immer vorhanden, praktisch von Kindesbeinen an ...
... den Duft der großen weiten Welt nie vermissend. ... oha ... .......
... windig ists wohl doch ...

Mittwoch, 25. März 2015

Londonreise 3 1/2 Tage mit Bus

Ostern ist nicht mehr fern. Bus- wie auch Bahnreisen sind für mich im Moment total im Trend. Ich habe gelesen, dass Rentner gerne reisen. So gesehen, zähle ich mich auch schon zu dieser Gruppe. Naja, ein paar Jährchen fehlen ja noch.

Wie dem auch sei. Die Bayerntickets habe ich schon ein paarmal genutzt. Und bei voraussichtlich schönem Wetter den Sparpreis. Für 23 Euro eine feine Sache. Lindau am Bodensee und entgegengesetzt Passau war schon gepunktet. Eine Reisebeschreibung tippe ich noch demnächst.

Natürlich ist es schon so, dass man bei schmalem Geldbeutel trotzdem raus möchte. Was heutzutage mit Sachen des Internets gar nicht so schlecht ist. Viel herumwühlen und schon geht was.
So auch hier. Bei einem Busunternehmen habe ich nun für das Osterwochenende eine Londonreise gebucht. Ich freue mich riesig. Diese Stadt wie sowieso auch das Land sind mir real noch nicht bekannt. Busreisen gefallen mir. Von daher: das passt!

Weil ich aber die Billigvariante gewählt - und sicher, da ich schlechte Bewertungen darüber gelesen habe -, bin ich nun doch etwas skeptisch; 3  1/2 Tage ... und mit nur EINER!!! Übernachtung. ... puh ... das wird wohl etwas hart.

Ich berichte, nach Ostern!
(freue mich und lasse mich von Negativmeldungen trotzdem nicht beeindrucken)

.................................................

2. April, mittags:  Heut abend gehts los. Na, da lass ich mich mal überraschen. Das Wetter soll jedenfalls schonmal vieeel besser sein als hier in Franken. 12 Grad und das im Plusbereich (ist doch was!), dazu sogar nachmittags auch Sonne. Na, passt doch ...

hier 1. Teil dazu.

Sendung "Das perfekte Dinner" - Resümee

Gestern abend nach langer Zeit mal wieder das "Perfekte Dinner" angeschaut.
Vor einigen Jährchen war das mein Standardprogramm. Inzwischen hat sich das gelegt. Denn die Perfektion dieser Dinners ist mir persönlich dann doch etwas zu vage gewesen. Natürlich liegt das auch am persönlichen Geschmack. Der eine will dies, der andere will das.

Im Grunde genommen ist das ja immer so. Da kann man Dinners nehmen, welche man will. So finde ich es auch unmöglich, wenn sogenannte, auserwählte oder/und selbstredend bezahlte Spitzenköche etwas super, klasse und spitzenmäßig finden, wobei man selber absolut von Daumen nach unten sprechen würde.
Das ist mit ein Grund, weshalb ich Kochsendungen nur noch als Spaß verstehe und beim Kochen wie natürlich auch dem Backen sozusagen meinen "eigenen Brei" koche. So sage ich dann: DAS SCHMECKT MIR - und das ist S P I T Z E   !!!

Um jetzt nochmal zu dieser Sendung am gestrigen Dienstag zu kommen, muss ich spontan sagen, dass es absolut interessant war, welche Kombi dort gezaubert wurde.

Ein Gemüsesüppchen aus Pastinaken mitsamt Ingwer und Apfel. Das klang schonmal nicht schlecht. Die Optik war natürlich - da musste ich den beisitzenden Kritikern zustimmen - nicht besonders herausragend, weshalb die Punktevergabe hierfür absolut gerechtfertigt war.

Die Hauptspeise ließ mich schmunzeln. Innereien sind ja nicht gerade in Mode und gerade deshalb wird alles aufgegriffen, was gerade nicht so aktuell ist. Einfach deshalb, weil es "mal was anderes" ist.
So gesehen, hat die Köchin Alisha in dieser Sendung, eine junge Grafikerin mit absolut herausragendem Talent in Sachen Kreativität, einen Treffer gelandet. Sie hat sich Leber als Attraktion genommen.
Kalbsleber allerdings, weil diese doch nicht gar zu sehr nach Innerei schmeckt, wie ja auch eine Dame in der Tischrunde trefflich bemerkte. "Kann man essen und würde sie sogar wieder machen!" ... so gut hat es ihr also geschmeckt.
Das Türmchen auf dem Teller erinnerte mich ein wenig an meine eigenen kreativen Werke, die ich auf meinem Blog anschnitts- oder ideenweise auch schon aufgegriffen hatte. Daraus ließe sich noch mehr machen.

Zurück zur Sendung. Der "aufgetürmt"-Turm bestand in dieser Sendung aus drei verschiedenen Püreesorten. Einmal Süßkartoffel, einmal Erbse, einmal Pastinake.
Optisch hat die Kombi recht positiv ausgeschaut. In einem Sevierring und als Krönung sozusagen die Kalbsleberscheibe.
Die Mitesser waren zwar durchschnittlich begeistert, auch sicher deshalb, da es Innerei war, welche nicht gerade im aktuellen Trend liegt. Mich jedoch hat die farbliche Komponente sehr positiv beeindruckt, obwohl mein Geschmack sicher auch etwas anderes fabrizieren würde.

L e b e r  ? ... hm ... früher hatte ich die immer in Weinbrandsoße gemacht. Kurz angeflammt. Mit Reis dazu. Gabs ziemlich oft. ... nachdenk  ...

Das perfekte Dinner 24.3.15.


Donnerstag, 12. März 2015

Billigfleisch - Hähnchen fördern Armut in Afrika (BR "quer")

Das Essen ist immer wieder und erneut ein Graus. Ich schaue "quer" im Dritten, heißt 3. Programm, des Bayerischen Rundfunks.
Immer wieder bin ich erstaunt, wie schlimm die Menschen mit Essen umgehen. Da geht es um Hähnchen, welche sich aufgrund ihres immensen Knocheninhalts doch mehr als Hähnchenbrust anbieten. Zumindest für den Verbraucher hier in Deutschland, so meldet es "quer". So "quer" finde ich das gar nicht. Denn ist es nicht so, dass der normale Konsument, so er natürlich in Arbeit und Brot steht, kaum noch Zeit findet, für sich ein anständiges Essen zu fabrizieren.
Die Zeitnot ist der Faktor, weshalb dann auf die Schnelle lieber die knochenfreie Variante bevorzugt wird. Dazu noch mit Hautentfernung. Das ist schon Spitze!

Nicht so Spitze finde ich die Sache, dass das restliche Hähnchenfleisch dann schlussendlich in Afrika landet, wo es wiederum den Faktor erfüllt, dass dort ansässige Hühnerzüchter absolute Pleitegeier werden. Denn Hähnchen, weil Billigsthähnchen bzw. -fleisch, ist absolut besser (weil billiger!) als das Fleisch der Anbieter dort in Afrika. Der Pleitegeier steht über ihnen.

Ein Kreislauf, man stelle sich das mal vor, der immense Ausmaße auf unsere Umwelt hat, wenn man ein wenig weiterdenkt.

Wir, die Deutschen, denen die Faulheit, weil natürlich auch Zeitnot, im Gesichte steht, sind praktisch Schuld an der Armut der "ärmeren" Länder.

Es ist ein Greuel!

Montag, 9. März 2015

Demos in Nürnberg

Und wieder ist der Verkehr dicht.
Und zwar so dicht, dass es kein Durchkommen mehr gibt.
Gottlob, ich bin meist mit dem Rad unterwegs. So kann ich mir leicht ein Schlupfloch suchen, wenn mal wieder die Straße gesperrt ist, weil MAL WIEDER! eine Demo stattfindet.
Manche Demos finde ich ja ok. Besonders, wenn es dadurch vielleicht doch mal ein Vorwärtskommen gibt.
Meistens ist es jedoch so, dass der normale Verkehrsablauf gestört ist und so die ratlosen Gesichter aller Verkehrsteilnehmer doch sehr zu denken geben.
Da hocken sie an der Kreuzung Frankenstraße und lautstark gibt der Anführer zu denken, dass es ein Fingerzeig sein soll.
Mag ja alles richtig und gut und schön sein. Der Punkt ist halt nur der, dass man vor lauter Demos bald  kein Durchkommen mehr sieht. Jeden Tag bald ist eine andere angesagt und irgendwann fängt man schon mal an, sich für gar nichts mehr zu interessieren.
Spontan denkt  man sich dabei: Wenn die alle Arbeit hätten, würden sie bestimmt  nicht auf der Straße hocken. Klingt  vielleicht ein wenig banal und womöglich blöd, aber dran ist da schon was.

Jedenfalls ist der Hasenbuck zu und alle fahren die Straße, welche eigentlich eine Einbahnstraße darstellen sollte,  rauf und natürlich wieder runter. Der Kollaps ist programmiert.
Gut, wenn man da zu Fuß gehen kann oder das Rad dabei hat.


Mittwoch, 25. Februar 2015

Influenza - eine instinktmäßige Heilung.

Influenza ist sicher ein Fremdwort. Nicht aber, wenn sie einen heimsucht.
Daheim ist sie mit mir, aber nicht nur dort.

Dass es jetzt nicht total unverständlich klingt, werde ich der Sache mal auf den Grund gehen.
Grundsätzlich ist eine Grippewelle, wie sie ja selbstverständlich, so kann man wirklich sagen bzw. schreiben, in jedem Jahr ansässig. Auch hier. Fremd ist sie einem dann gar nicht mehr, obwohl die Viren ja jährlich einem Veränderungsprozess unterworden sind, so habe ich aus dem TV erfahren.

Gut, ein Virologe bin ich ja nun wirklich nicht, trotzdem weiß ich inzwischen, dass Bakterien und Viren fernverschieden sind, also demzufolge auch fernverschieden zu bekämpfen sind.
Wobei bekämpfen ja nun wirklich der Punkt an der Sache ist.

Im Laufe des Lebens heimst man sich ja schon so allerhand Kleintiere ein. Reale, vielleicht auch mal eingebildete, aber auch solche, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Gegen Bakterien ist sehr wohl ein Kraut gewachsen - gegen Viren maches Mal nur die Impfung, so es vorher die passende gibt. Die chemische Keule wirkt da wahrscheinlich doch ein wenig besser, als die Kräutlein auf dem Lande, die im Winter sowieso kaum wachsen.
Antibiotika ist das Schlagwort, welches sich inzwischen aber auch schon wieder einer Wandlung unterzogen hat. Früher eingenommen, half es auch mit Sicherheit. Der überflutende Einsatz eines Arneimittels aber mit Gegenteiligem behaftet, demzufolge eine Wirkung kaum noch zu erwarten ist.

Und da ja eine Grippe immer schon von altersher keine bakterielle Erkrankung ist, so habe ich inzwischen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich in Erfahrung bringen können, hilft eine Antibiotika-Verschreibung von ärztlicher Seite her kein Bißchen.
So kann ich es nicht verstehen, wenn sogar Kinderärzte Antibiotika verschreiben, wenn die Mütter oder auch Väter, Omas etc. mit den Kleinen zu ihnen rennen. Sehr oft, auch im nahen Umfeld habe ich dies mit Kopfschütteln erfahren.
Die Belastung für so einen kleinen Körper mit chemischen Mitteln, die schon von vorneherein keine Wirkung voraussagen, ist eine unverzeihliche Schädigung, ja schon fast Körperverletzung.
Gut, die Eltern, Großeltern oder überhaupt Erziehungsberechtigten wissen meist wenig, können oftmals nicht einmal die kleinsten einfachen, und dabei völlig unschädlichsten Mittelchen anwenden.

Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn die Ärzte, die ja bestimmt oft von der Pharmaindustrie gesteuert bzw. bezahlt werden, Mittel verschreiben, die absolut nicht der Heilung entsprechen, sondern nur den Konzernen dienen, damit sie größer und mächtiger werden. Ein Lobby zum Schreien.

Natürlich darf  man nicht alle über einen Kamm scheren und eine ärztliche Ausbildung hat ja der normale Bürger auch selten, weshalb der Gang zum Arzt mit der hoffentlichen Hilfe verbunden ist. Meistens tut es das ja auch.

------------ Auch mich hat es doch tatsächlich wieder einmal erwischt.  Obwohl ich mir trotz vieler Anstrengungen in Sachen Gesundheit bzw. Gesundbleiben nun wirklich Mühe gegen hatte, die Tierwelt außen vor zu lassen.
Aber auch sie mochten mich.
Leider hatten sie ja nicht damit gerechnet, dass ist mich wehren würde, demzufolge sie dann doch recht schnell wieder ihre Flucht ergriffen.

Heißen soll das, die ersten Anzeichen wie Müdigkeit, Schlappheit, Trägheit, die sich ja bei mir sowieso oft schon so einstellen (lach),  haben sich seit ein paar Tagen verstärkt. Dazugekommen sind noch Schmerzen. Sämtliche Beine (zwei an der Zahl) dazu noch der gerade auflaufende Rücken hat sich einer gemeinsamen Sache verschworen, nämlich mich mit nervtötenden Schmerzen zu versorgen, die ich so noch nicht kennengelernt habe.

Die Fieslinge zogen mich in die Länge, heißt Schlagseite senkrecht war angesagt.
Da lag ich nun, von der Welt der Gesunden getrennt bis auf Ewiges. Dachte ich zumindest.

Mein Instinkt hat mich wohl auf die richtige Fährte gelockt, weshalb ich offensichtlich genau das Richtige getan hatte. Nein, dieses Mal kein Tee ohne Ende, sondern würziges Essen.

INGWER, überhaupt orientale Gewürze sind zumindest für mich das Allheilmittel, um die kleine Tierwelt in Schach zu halten und meist schnell wieder zu vertreiben.

So gibt es keine im Körper sowieso schleimbildenen Lebensmittel zu essen, sondern Reduzierungen,  so nenn ich das jetzt für mich einmal.

CHILI, KURKUMA, SCHWARZKÜMMEL sind dann wichtig.

Eine Hühnersuppe ist natürlich auch eine super Alternative. Doch meistens ist das Suppenhuhn ja nicht zur Stelle, welches ich just zum Kochen gebräuchte. Also muss es schneller gehen und hier ist die Sache mit den Gewürzen eine schnellere Sache und hilft zumindest genauso gut und schnell, so meine Erfahrung.

Ich nehme dann einfache Brühwürfel. Daraus wird die dann auch wirklich unschädliche Arznei gezaubert.

  • 1 Liter Brühe, aus Würfeln, mit zwei, drei Zwiebeln, vier Knoblauchzehen, drei frischen oder getrockneten Chilischoten, drei frische Scheiben Ingwer, drei Wacholderbeeren, eine Messerspitze Kukuma (soll ja das Imunsystem stärken), vier Pimentkörner, eine halbe Karotte in feine Scheiben geschnitten, eine Petersilienwurzel in feine Scheiben geschnitten, außerdem  gebe ich dem Geschmack wegen noch TK-Bohnen und eine Handvolle Erbsen hinein.
  • Das ganz wird quellend aufkochen lassen. Und auf ausgeschalteter Herdplatte 10 Minuten langsam runterköcheln lassen, heißt mehr ziehen als kochen lassen. 
  • Gefühlsmäßig sage ich so, dass die Wirkstoffe dann besser erhalten bleiben und so auch besser ihre Wirkung entfalten können.
Diese Suppe ist kräftig, ja wirklich fast schon scharf. Hat aber gerade deshalb wohl auch ihre durchschlagende Wirkung, weshalb es schnell die Beschwerden vertreibt, die irgendwelche unsichtbaren Kleintiere, gegen die es ja bekanntlich keine Mittel auch chemischer Art gibt, auslösen.

Ich löffle also die Suppe. Zwar ist sie natürlich kein Wundermittel. Und da der Körper zum Anspringen doch eine Weile braucht, ist zumindest EIN TAG der Grenzwert, der die Wirkung garantiert.

Bei mir hat es dann zwei Tage gedauert. Die runterziehenden Schmerzen in den Beinen und im Rückgrat haben sich zwar noch ein wenig gehalten. Hier habe ich dann etwas vielleicht Absurdes (?) getan und meine dicke Jacke genommen, den dicksten Schal, den ich im Schrank hatte, Mütze auf ... und! ... bin rausgegangen, um einen zweistündigen Spaziergang zu machen.

So nach dem Schema: Entweder es hilft oder es wird schlimmer, dann ists auch schon wurscht!

Nach anfänglichen Hustenattacken - wohl auch wegen des Kältereizes drinnen und nach draußen - ging es mir dann doch recht schnell besser. Die frische Luft hat die Sache unterstützt, so glaube ich es.

Als ich nach Hause kam, waren die Schmerzen verschwunden und auch die Niesattacken seltener.

Jetzt, wo ich es niederschreibe, sind vier Tage vergangen und ich fühle mich fast wieder fit.

So ist der innere Instinkt oft das bessere Heilmittel als alle Ärzte mit ihren chemischen Keulen vermitteln können.

Gut, hierzu muss ich natürlich schreiben, dass ich nur leicht erhöhte Temperatur hatte. Bei richtig hohem Fieber (40 Grad) ist das Rausgehen vielleicht doch nicht die richtige Wahl. Wobei das öftere Lüften eines Krankenzimmers schon immer für Besserung gesorgt hat.

Dies war meine kurze, nun doch schon längere gewordene Beschreibung einer instinktmäßigen Heilstrategie, um der Influenza einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Vielleicht hilft sie ja auch dem einen oder anderen, um schneller wieder auf die Beine zu kommen?
Ich wünsche es Ihnen!

..........................
Der innere Schweinehund ist nicht immer ein Feind ... aber manches Mal sollte man ihn schon überwinden.

.................. Interessanterweise gabs beim Discounter auch noch ein tolles Angebot an Orangen. 4 kg für 3 Euro und ein paar Zerquetschte.
Gut, da hatte ich natürlich auch noch zugeschlagen. Sechs Stück anstatt Tee ... ja,  bestimmt hat das der Unterstützung auch noch gut getan - wer weiß?
Vitamin C und dann noch frisch vom Stück und nicht künstlich konserviert und hergestellt.

Ich denke, es war alles miteinander - die Kombi halt aus Essen, frischer Luft und spontaner Eingebung!


---------------- hier noch ein Link zum Thema Schlafhilfe, welche natürlich nicht nur bei Influenza hilfreich ist. Schlaftees probiert.

Montag, 9. Februar 2015

Antibakterielles Mundwasser - Selbsttest.

Zähneputzen geht ohne danach folgende Mundspülung ja gar nicht. Schließlich denkt man dabei ja auch ein wenig an die Wäsche. Die Waschmaschinenladung wird zum Schluss ja auch von jeglichen Resten der Reinigungsmittel befreit und so ist doch der Zusammenhang mit dem Zähneputzen richtig.

Zumindest bei mir. Ich putze inzwischen nicht mehr mit dem elektrischen sensorischen Dingsda. Dabei hatte ich ständig Probleme mit dem Zahnfleisch. Die Zähne taten mir oft weh und in meinem Alter durchaus fragwürdig: Ist das so in Ordnung? Muss ich das wirklich? Oder hat der Zahnarzt am Ende doch etwas davon, wenn er mir so ein Ding praktisch in den Mund legt. Der Kauf war getätigt, obwohl ich mir denke, dass sich das sicher auch nicht jeder leisten kann. ...?

Egal wie, das Putzding mit dem surrenden Stromfaktor ist jedenfalls in die Ecke verbannt worden, wo ich sowieso immer das Gefühl hatte, beim Einschalten in der Mundhöhle surrte ein Schwarm Wespen. Und so feierte die gute alte "normale" Zahnbürste bei mir ihr Comeback. Die altbewährte "B ..." (Werbung mache ich jetzt lieber nicht, schließlich habe ich da ja nix davon!) ist wieder mit eingeführt und mit fast sechzig Jahren bin ich nun relativ zufrieden mit meiner Beißwerkstatt.

Das Kauen funktioniert und kann da nicht meckern. Gut, ich bin natürlich fest der Überzeugung, dass die Ernährung dabei ein wichtiger Punkt ist. Kaum Zuckerhaltiges und Weißmehlprodukte genauso.
Ja, das hat schon einiges gebracht. Der Zahnarzt findet kaum noch Karies, das will bei mir schon etwas heißen. In jungen Jahren ging ein Zahnarztbesuch nicht mit einem Termin vonstatten. Ein Odyssee war das jedesmal.

Wie dem auch sei, nach dem Zähneputzen hatte ich dennoch auch immer das Gefühl - ODER WEIL ICH DAS SCHON IMMER SO GEMACHT HATTE? -, dass danach noch eine extra "Frische" als  so eine Art Abschluss oder vielleicht auch Bestätigung sein müsse.

Also muss ein Mundwasser noch in den Zahnbecher. Das fade schmeckende Leitungswasser wird dann richtig zum Highlight.

Da gibt es ja Mundwässer in allen Geschmacksrichtungen. Von Nur-Spülen bis zur Tropfenzugabe alles mit inbegriffen. Ausprobiert habe ich bestimmt gefühlte hundert, was natürlich jetzt etwas übertrieben ist. Zum Schluss bleibt meistens das übrig, was finanziell erschwinglich ist und dennoch den gewünschten Effekt bringt.

Ein Mundwasser mit antibakterieller Wirkung hat sich dabei bei mir etabliert und das nun schon einige Jahre. Denn schließlich will man ja - so las und hörte ich das ja schließlich -, keine Bakterienfamilie horten. Igitt! ... bloß nicht  ... und die damit verbundenen Krankheiten gleich mit inbegriffen.
In der letzten Zeit hatte ich jedoch das Gefühl, das Mundwasser hat so richtig SCHÄRFE!
Vielleicht hatte ich auch zuviel des Guten getan?

Jedenfalls entbrannten sich Bläschen in der Mundhöhle, die so richtig unangenehm wurden und von Mal zu Mal an Zuwachs gewannen. Zuerst dachte ich ja nicht an das Mundwasser, denn antibakteriell ist doch sicher immer richtig oder etwa doch nicht?

Der Blitzgedanke, das Mundwasser wegzulassen, war jedoch genau der Punkt: Ich spülte nach dem Zähneputzen nur noch mit Leitungswasser und die Bläschen waren schon am nächsten Tag fast verschwunden!
Das Antibakterium hatte anscheinend die Mundschleimhaut so sehr gereizt, dass sich Entzündungen bildeten.

Ich benutze nun keim Mundwasser mehr, denn ich finde, Zähneputzen allein ist doch schon Reinigung genug und wenn man sich richtig ernährt ist das Spülen danach einfach ZUVIEL!


Obolus-Forderungen für Artikel im Net

Wühle im Net. Wühlen hat ja auch immer so im Hinterkopf etwas mit Finden zu tun, demzufolge der "Findling" durchaus mit der Lösung des Konflikts im Einklang steht.

In einem Onlineblog lese ich einiges. Über die Welt, ihre Geschehnisse. Erfundenes und demzufolge wahrscheinlich mit inbegriffen Erlogenes springt mir dabei ins Auge. So richtig kann ich einiges nicht nachvollziehen, was auch daraus resultiert, dass die Recherche darüber nicht in mein Fachgebiet weist.

Die Nachrichtenflut überschwemmt mich und scrolle weiter. Nach unten. Nach unten.
Das Aha-Gesicht entspringt mir spontan: Da wird doch glatt ein Betrag gefordert.
Aha? ... also für die Recherche, ob nun richtig oder falsch sei dahingestellt, will der Schreiber einen Obolus, was ich durchaus in Ordnung finde. Allerdings drängt sich mir vom hinteren Stübchen aus nach vorne geschoben der Verdacht auf: Ist das nun rechtens? Darf er das?
Und wenn JA, bin ich mir sicher, dass das auch ins richtige Bankfach geschoben wird???

Ich bin mir nicht sicher. Und überhaupt!
Einfach so meine Bankdaten an unbekannte Quellen zu versenden, macht mich schon etwas nachdenklich und von daher ist der Obolus, ob nun gerechtfertigt oder nicht, eine unsichere Sache, demzufolge der Schreiber seine Forderung zumindest bei mir nicht an den Mann oder vielmehr nicht an die Frau bringt.

Aha-Erlebnis, mit sicherem Ausgang:
WER UNGEFRAGT FORDERUNGEN STELLT, ist mit Sicherheit an der falschen Adresse!? ...

Donnerstag, 8. Januar 2015

Religionen schüren Angst.

Die Stimmung ist immer explosiv, wenn es um Religionen geht. Viele Kulturen, jede hat ihren eigenen Gott. Ihr eigenes Oberhaupt!?
Im Grunde ist nichts bewiesen, so ist meine persönliche Meinung, und daher gibt es für mich kein Oberhaupt, einen Gott, dem ich mich unterwerfen und somit anbeten muss.

Der Gedanke, dass ich diese ganzen Zwänge annehme, lässt mich in Atemnot verfallen.
Allein die vielen Kriege, das Für und Wider solcher "Zwänge", die viele unnütze Zeit (Lebenszeit), die dadurch verlorengeht, in der man für die Menschen wirklich Nützliches bewerkstelligen könnte, sind SINNLOS.

Ich habe einmal gelesen, dass religiöse Menschen ängstliche Menschen sind. Sie brauchen etwas Festes, das ihren Ängsten Halt gibt.
Ängste, die durch Religionen noch mehr zunehmen, denn Zwang und Angst sind eng miteinander verbunden.

Stelle man sich einmal vor, es gäbe keine Religionen. Die Menschen wären unzufrieden. Der Halt, die feste Größe an etwas festzuhalten, lässt vielleicht(?) eine Lücke entstehen.
Persönlich habe ich die christliche Religion "genossen". Wobei ein gewisser Druck (Zwang?) meines Umfelds der Auslöser war. Als Kind ist man formbar. So die frühkindliche Förderung und Forderung.
So hinterfragt sich schnell, warum dies so ist?

Es ist die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft, die die Menschen schon immer brauchten. Der Grund liegt in den Menschen begraben. Er öffnet sich mit jedem Atemzug.

Der Mensch ist ein geselliges Wesen und sucht im wesentlichen nur ANERKENNUNG und ZUGEHÖRIGKEIT.
Das ist der Punkt.
Hat der Mensch also eine feste Aufgabe, wird er sich selten um wabernde Gedankengänge kümmern. Nur wenn es ihm nicht gut geht, seine Vorstellungen nicht erfüllt werden, macht er einen Sprung. Wie ein wild gewordenes Tier, das sein Rudel nicht mehr findet. Das, zu welchem er DAZUGEHÖRT.

Die Aufgabe kommt nicht von ungefähr. Es sind die Vorbilder, die er versucht nachzueifern. Warum?
... er will auch so sein, wie sein Vorbild, sein   G o t t .
Gäbe es keine GÖTTER, sind andere LEITfiguren prädestiniert. Solche, die Stärke zeigen, Führungsqualitäten besitzen und somit "das Rudel" Mensch anführt.

Eine Lösung gibt es sicher nie. Denn Menschen sind eben Menschen.
... die sich gegenseitig wohl immer bekämpfen!?

Sonntag, 4. Januar 2015

Langlauf im Park. Von Schneeräumern verfolgt ...

Anfang Januar. Schnee. Ungewöhnlich in unseren Breitengraden durchaus, denn trotz Klimaerwärmung oder gerade deshalb ein Stern am Himmel. Am Himmel des Winters, der die Dunkelheit dadurch aufwertet. Und ja, für mich das Besondere.
Verbunden mit der körperlichen Bewegung das absolute Abhärtemittel gegen Krankheiten jeglicher Art.
Wenn die Schneedichte bzw. -höhe nicht so vorhanden ist, dann ist laufen angesagt. Für mich zügige und vor allen Dingen auch längere Spaziergänge, die wenigstens eine Stunde betragen.

Ansonsten ist Skifahren angesagt. Auch in der Großstadt lässt sich dies durchführen.
So war ich sehr erfreut, als ich eines Morgens vom Küchenfenster hinausschaute und weiße Dächer erspähte; verschneite Straßen, bis zum obersten beladene Äste mit Schnee an den Bäumen und ja, zwar nicht so positiv,  auch die Schneeräumer, die ihren Dienst erledigten.
Früher wurde ja noch die Schneeschaufel in die Hand genommen, heute ist es die Maschine. Lärm, der die schöne Stille und damit auch Ruhe mit einer Schalldichte zunichte macht, die spontan einem Vergleich mit Düsenjägern standhalten mag.

Trotz allem - oder vielleicht sogar deshalb?!? - hält es mich nicht davon ab, im Keller meine Langlaufbretter zu entmotten und samt Schuhen, ausgerüstet mit Handschuhen, Pulloverschichten und Doppelhosen, bemützt den besten Park anzusteuern. Den schreib ich jetzt aber nicht, sonst bin ich dort am Ende von "Läufern" umgeben und könnte mich somit gleich im Skigebiet etablieren.

Und da Ruhe besonders für Ausgleichssport, eben Wellness, dazugehört, schreibe ich nur, es ist der für mich perfekte Park, um eine Stunde in frischer Luft Ausgleichssport zu betreiben.  Dort gibt es Flächen, Wege ... und auch An- sowie Abhöhen, um auch einmal den Fahrwind schneller genießen zu können.

Für mich ist diese Bewegung, diese ausgleichende Bewegung des Langlaufsports ideal. Die symmetrischen Abläufe, des natürlichen Laufens gleich, beflügelt für mich Körper und auch die Seele. Trübe Gedanken sind schnell verflogen. Im Fahrwind sozusagen.

Ich fahre dann so dahin. Vorgefertigte Spuren brauche ich dafür nicht. Die Freiheit, das richtige Wort dafür, eine Stunde lang genießen und dann ab nach Hause, duschen und so richtig den Frühstückshunger auskosten. Für mich gibt es nichts Schöneres ... in diesen Momenten.

Allerdings - jedes Positive hat bekanntlich immer auch gleich etwas Negatives dabei - dauert die Idylle meist nicht lange, denn die "brummenden Monster vom Küchenfenster" sind da! ... und pauern. Auch und besonders im Park, klar, die Orangenmännlein müssen auch ihre Arbeit tun.

So fühlt man sich so richtig dem Verfolgungswahn unterworfen, wenn der Maschinenlärm immer lauter wird, weil die Schneeräumer immer näher kommen.
Einmal  musste ich sogar mit einem schnellen Satz in einen Schneehaufen an der Seite praktisch mein Leben retten. Haarscharf fuhr die große Schneeräummaschine mit ihrem grinsenden Fahrer an mir vorbei. Klar, das hätte ich mit dem Handy dokumentieren können. Aber weiß man das vorher?

Und da es meist in der Frühe so ist, dass kaum jemand in Parks unterwegs ist und die Wegschaumentalität immer mehr um sich greift, muss man selber schauen wo man bleibt ...

... und wenn es die Rettung in den nächsten Schneehaufen ist. Die Landung zwar unsanft, dennoch lebensrettend ist.

Samstag, 27. Dezember 2014

Die Produktdiskussion an der Kasse.

Vor Weihnachten.
Ich will meinen Coupon einlösen. 5 Euro bekomme ich, wenn ...

ich
  1. den Coupon noch vor Jahresfrist einlöse
  2. das Kleingedruckte beachte, worauf
  3. wörtlich steht: "Dieser Coupon gilt für 1 Produkt ihrer Wahl."
Nicht weiter schwer bzw. verständlich. 
Dachte ich.
Ich laufe also herum. Der Großeinkauf ist schon erledigt. Trotzdem will ich den 5-Euro-Coupon nicht verfallen lassen. Also ist nach meiner Ansicht
  • ein Produkt zu kaufen, das mindestens 5 Euro kostet.
Die Sicht der Dinge ist ja meist verschieden. Deshalb ...
... ich kaufe also ein T-Shirt, Preis 15 Euro, worauf ich einen Nachlass von 5 Euro erwarten kann.
Und weil das Rotkraut günstig war, auch noch ein solches. Knappe 2 Euro für den Kopf.
Damit wandere ich an die Kasse, frage die Kassiererin, ob das so in Ordnung geht, auch weil das Kleingedruckte sicher wichtig ist.
Die Kassiererin schaut mich fragend und etwas mürrisch werdend an und sagt dann 
  • "... ein Produkt ist die Gesamtsumme. Also 1 Teil!
Das interessiert mich dann aber schon. Denn bisher war nach meinem Otto-Normal-Wissensstand, ein Produkt immer ein Stück, ein Teil, etwas zum Anfassen halt. Etwas, das ich kaufen möchte!?
Ist mir deshalb noch nicht untergekommen, dass ich eine Rechnungssumme anfassen bzw. kaufen konnte. Das sind nur Zahlen, und eben nichts zum Anfassen ... oder etwa doch?

Vollends verwirrt, wollte ich die Sache doch näher erklärt bekommen, worauf die Gute ausfallend  und lauter wurde und mir ALS KUNDIN! praktisch die Sprache verbot, eben das Wort abschnitt, mich mundtot machte, indem sie sagte "ein Produkt ist die Rechnungssumme und ... ich diskutiere nicht!", womit die Sache (für sie!) erledigt war.

Darf ich als Kunde etwa nicht einmal mehr fragen, ob ich mein Geld, welches mir ja zusteht aufgrund des Coupons, richtig angelegt bzw. ausgegeben habe? ... und stimmt das auch alles???

Ich lasse mich natürlich trotzdem nicht entmutigen und nehme mein Blaukraut und sage noch: "... das ist 1 Produkt!" außerdem das Shirt und sage weiter, dass es in diesem Falle ZWEI Produkte sind!??

Die Kassiererin offensichtlich in die Enge getrieben, wird rot im Gesicht und lässt mich als Kundin sprachlos natürlich ob der aggressiven Reaktion stehen, kassiert ab und macht weiter.

Ich nehme meine "ZWEI Produkte" (meiner Meinung nach) und verlasse den Diskussionsort, obwohl die Frage noch immer im Raum stand: IST EIN PRODUKT NUN ETWAS ZUM ANFASSEN  oder doch mehr EIN PREIS, EINE SUMME (ein Zahlenprodukt!?)  - etwas UNSICHTBARES ??? somit?
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PS: Natürlich war es in diesem Falle wurscht, denn die 5 Euro sind ja abgezogen worden und so mein Rabatt erledigt, egal wieviele Dinge oder eben PRODUKTE ich nun erworben hatte.
Aus einer Produktion gehen doch Dinge hervor, die dennoch oder eben doch oder sowieso als PRODUKT ausgewiesen werden? Oder sind sie am Ende umbenannt worden in unsichtbare Teile, denn Zahlen sind nunmal Zahlen und von daher dem Produkt zum Anfassen wohl nun doch überlegen??? ...
Ich lasse es für mich so stehen, obwohl ich noch immer ein Fragezeichen in Person war, und
fand es dennoch peinlich - DER KUNDE IST DOCH KÖNIG ODER TÄUSCHE ICH MICH DA WIEDER? -, denn eine Kassiererin in einem Supermarkt sollte erstens schon darüber Bescheid wissen, was auf dem Kassenzettel steht und zweitens auch in vernünftigem Tonfall darüber Auskunft geben können, um den Kunden nicht fragend zurückzulassen.
Denn so kann man sich auch die Kundschaft vermiesen, was der Kassiererin sicher mehr als egal sein dürfte, denn schließlich war es ja einmal nicht ihr Laden, wollte eben weiterkommen, und sich nicht irgendwelchen für sie sinnlosen Diskussion hingeben, die am Ende eh nichts brachten.
Die Schlange an der Kasse war ja in diesem Falle nicht so lang. Nach mir kamen noch zwei Kunden, mit wenigen Teilen, Produkten?, Stücken oder was auch immer. Von daher ...

... ich als Kundin bin mir trotzdem (oder gerade deshalb?!?) sicher, auch mit Zusagen von Coupons nicht mehr in diesem Supermarkt einzukaufen, denn der Ton macht immer die Musik, auch ... und gerade beim Einkaufen!

(zum vorletzten Post, der den Bezug zum Thema aufnimmt Schnäppchenjagd kritisch beäugt.)


Ich suche dann im Internet. Dort steht:
  • ein PRODUKT ist die Summe. Also wenn man etwas addiert, multipliziert o.ä. bekommt man ein Ergebnis, ist somit doch ein Produkt! AHA ... also hatte die Kassiererin doch recht und ich war auf der falschen Fährte???
  • Trotz allem ungeachtet war ich doch hier (als einfacher Mensch und Einkäufer und eben wenig mathematisch begabt) durchaus im Recht(?), denn schließlich soll man doch wissen bzw. erklärt bekommen, was da auf dem Kassenzettel steht. Zumindest hätte sie in freundlichem Tonfall sagen können, dass ich Näheres gerne an der Information erklärt bekomme oder auf einen anderen Mitarbeiter verweisen, wenn sie durch ihre Arbeit an der Kasse unter Druck steht?!???
  • oder bin ich da jetzt schon wieder auf dem falschen Dampfer und die PRODUKTdiskussion lässt das Produkt am Ende weiter im leeren Raum stehen, woraus eine neue Frage entsteht, nämlich:
Ist diskutieren sinnlos?

Montag, 22. Dezember 2014

Texte, schreiben, Bildaussagen. Problemlösung.

Kein Schnee und braune Ödnis draußen vor dem Fenster.
Was bietet sich da an? ... genau, das Tippen am PC.

Schreiben war schon immer eine Therapie. Eine Therapie, in der man sich selbst etwas entschlackt, ja, vielleicht sogar das Wort Entleeren könnte man hierfür nehmen.
Themen gibt es viele. Besonders die täglichen Erlebnisse, Erfahrungen und Aha-Ergebnisse sind es  wert, notiert zu werden. Manches auch für die Öffentlichkeit. Besonders auch, da sich ein Wörtchen Klarheit aus dem Geschriebenen herauspicken lässt. Für sich und die anderen.

Schon des öfteren habe ich selbst nach Werten gesucht, die mich in einem Problem weiter bringen sollten. Was bleibt einem da übrig? Beim Suchen ist ja auch das Finden mit inbegriffen, heißt, wer "wer suchet, der findet" ist durchaus eine wahre Begebenheit. Und nicht aufzugeben, gehört mit dazu.
Das Blättern in Büchern, Heften, Zeitungen, Schriften, das gedruckte Wort auf dem Bildschirm, das schneller verschwunden ist, als es in Sekundentakt aufgerufen wird, bringt das Problem, welches man angehen möchte, ein stückweit weiter weg. Es rückt etwas ab vom Mittelpunkt des Zentrums, des Geschehens.
Bilder, die dazugehörig zu den Texten auftauchen, sind spontane Springpunkte. Sie sagen meist punktgenauer aus, was der Schreiber sagen will. Den Kern dessen, was in den Texten geschrieben steht. In Worten jedoch oft nicht für den Leser greifbar ist.
So macht man sich doch leichter ein Bild von einem Begriff.

Nach vielen Recherchen ist man oft bei dem Punkt angekommen. Entweder das Problem ist gelöst oder wenigstens etwas durchsichtiger geworden oder aber es hat sich durch die vielen unterschiedlichen Lösungswege verschärft, so dass zum Schluss ein Knotenpunkt entstanden ist, der sich noch wirrer anfühlt als am Anfang.

Klarer wird ein Problem auch dann, so meine Erfahrung, wenn sich nicht zu steif darauf konzentriert wird. Heißt, sich selbst und seinen Gedankengängen eine Auszeit zu gönnen, bringt die Lösung des Knotens viel schneller auf den Punkt, als wenn man sich hartnäckig und nur darauf konzentriert.

Ist es nicht so wie mit Arbeiten, die man erledigen soll, und die dann einfach nicht schnell genug vor sich gehen, die nicht flüssig und offen sind?

Ein Problem ist also eine Arbeit, so meine philosophische Auslegung, die praktisch wie auch theoretisch einer Lösung so schnell wie möglich bedarf.

Wie in meinem vorletzten Posting über die "Mathematik, welche bei Ängsten hilft" beschrieben, ist auch die Problemlösung mit diesem Trick schneller zu bewältigen, da das Blockieren der Gedankengänge aufgeweicht wird. Wie eine Welle davonschwimmt und Leichtigkeit und Weichheit an diese harte Stelle tritt.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Schnäppchenjagd - kritisch beäugt.

Ein paar Tage vor Weihnachten.
Alle wiederkehrenden Jahre des Ramschens sind so spontan gesagt der pure Stress. Eigentlich und eigentlich heißt ja bekanntlich das Gegenteil. Also verfällt man in diesen Momenten dem Positiven.

Nicht nur der Reiz des Sparens ist das Finden. Das Schnäppchen, das sich als besonderes Glück herausstellt, und zwar auch bei dem, der das Geld gar nicht mehr zählen kann.
Der Jäger und Sammler aus Urzeiten steckt in uns allen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass in jedem Laden, in jedem Geschäft, der Ursammler sein Spielchen treibt.
Der Kunde ist ja immer der Käufer, und der Käufer will ja sein Geld, das er durchaus nicht immer zum Sammeln nutzt, als Goldgrube anlegen, mit dem Gedanken, es zu vermehren.
So spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Centbetrag oder sogar um Euros handelt. Es geht um das Sparen. Für gute Qualität möglichst wenig auszugeben, um dann dem im Hinterkopf befindlichen Gedanken Nahrung zu geben. Den Rest für etwas anderes auszugeben oder eben anzulegen.
Der Rechenkünstler stellt sich dann automatisch ein. Denn Sparen macht richtig Spaß. Berge erklimmen, etwas schaffen, im Kleinen wie im Großen, das will ja jeder.

Und manches Mal wird aus dem kleinen Sparerfolg tatsächlich ein großer, dann nämlich, wenn man es schafft, die kleinen Hintertürchen zu umgehen, die die menschlichen wie auch automatischen Rechenmaschinen austüfteln, um uns Kleinbürgern das Geld dennoch aus der Tasche zu ziehen.
Vermeintliche Schnäppchen werden schnell zu Gewinnbringern, aber nicht den eigenen, sondern der Geschäftsleute.

Also sind kleine mathematische Rechnereien nicht zu umgehen, wenn man sich selbst nicht betrügen will und so zum Dummian wird, ohne dass man es gleich merkt und später ist dann meist zu spät - der Zug abgefahren.

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So gibt es gerade vor Weihnachten, also vor den Feiertagen, Angebote noch und nöcher.
Die Geschäftsleute geben sich Mühe, sichtlich. Sparen war schon immer der Nutzen. Für beide Seiten - den Käufer wie den Verkäufer.
Aufpassen ist angesagt, wenn es sich um vermeintliche Rabattaktionen handelt. So werden oft 50-, wenn nicht sogar 75 % geboten, um ein Produkt zu verkaufen. Leider ist der Ausgangspreis dem wahren Wert der Ware nicht immer gleichzusetzen. Und oft weiß es der Kunde nicht, welchen Wert die Ware tatsächlich hat. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass eine Kaufaktion mit vielleicht sogar 75 % Ermäßigung sich schlussendlich als Minusgeschäft herausstellt. Und zwar für den Kunden!

Preise, wo man sich fragt, wie sie angesetzt werden, wo die Zahlen herkommen, welche die Summe ausmachen, um dann mit einem Nachlass als Supersparpreis daherzukommen, sind mir schon immer suspekt gewesen.

Oft lässt sich aber aus dem Auf- und Drüberkleber des Preisschilds noch erkennen, welcher Preis als ursprünglicher angesetzt war. Hier stellt sich dann meist schon heraus, dass das vermeintliche Schnäppchen gar keines ist, weil der Preis eh schon von Grund auf so berechnet war.

Das Verhältnis der Ware zum wahren Preis lässt sich mit Vergleichen in anderen Angeboten gut erkennen. Meist ist auch das Kaufen im Internet nicht unbedingt das Superangebot, welches man sich vorstellt.

Letztens habe ich wieder eine Rabattaktion genutzt. Hier ging es um einen Preisnachlass von
25 %. Klingt gut und auf Anhieb rechnet man, wenn ich also etwas für 100 Euro kaufen möchte, kostet es NUR 75 Euro und ist ein gutes Schnäppchen, Sparangebot für den Jäger und Sammler aus Urzeiten, der in uns allen schlummert, so natürlich auch in mir.

Die Geschäftsleute sind ja nicht dumm. Das merkt man schnell, wenn man sich mit der Materie etwas näher befasst. Die Relation ist immer mit eingerechnet, so dass auch hier schnell ein Misserfolg programmiert ist, außer man kauft wirklich nur im Kleinen. So lohnt sich das Rabattangebot doch. Meine ich zumindest.

100-Euro-Preise für Kleidung als Beispiel, sind vom guten Geschäftsmann eh schon hoch angesetzt, so dass immer noch ein Gewinn herausspringt, wenn der Kunde die Rabattaktion nutzt und für das Kleidungsstück oder was auch immer nur 75 Euro bezahlt.

Ich habe mir ein Supersparangebot genommen und einen Pulli, der eh schon im Angebot war und nur 9 Euro gekostet hätte, mit dem 25-%-Angebot verknüpft. So hat mich der Pulli nur 6,75 € gekostet. Für mich ein Schnäppchen. Und der Hintergedanke in mir, dass der Geschäftsmann dadurch Gewinn erzielt, ist praktisch dadurch auf null gesunken. Denn bei dem Preis ist kaum noch gewinnbringend zu handeln - oder etwa doch???
Zwar brauche ich den Pulli nicht, aber die paar Euros konnte ich schon verkraften. Das ist der Hintergedanke sicherlich, den der schlaue Geschäftsmann mit einbezieht.

Von daher nehme ich solche vermeintlichen Schnäppchenangebote erst mal kritisch unter die Lupe und frage mich zuerst: BRAUCHE ICH DAS WIRKLICH?   und
IST DAS VERMEINTLICHE SCHNÄPPCHEN AUCH WIRKLICH EINS???

... und kaufe es (vielleicht?) doch???

---------------- Beim Supermarkt gab es für meinen Lebensmitteleinkauf  einen Coupon.
5 Euro bekomme ich, wenn ich bis zu einem bestimmten Datum den Coupon einlöse.
Eine gute Sache finde ich, auch weil ich dann VIELLEICHT DOCH WIEDER IN DIESES GESCHÄFT GEHE? Allein die 5 Euro sind doch ein guter Anreiz, um dort erneut einzukaufen ...
... vielleicht ...

hier  geht die Gesichte weiter. Völlig anders als ich es erwartet hatte.

Montag, 15. Dezember 2014

Mathematik hilft bei Ängsten.

Lese Zeitung. Die Zeit. 
Magazin. Christian Neuling, Stichwort Bankenskandal Berlin, stellt sich einer existenziellen Seelenkrise. Kommt ins Gefängnis.
Die Tür knallt zu. Stille umfängt ihn. Laute(r) Stille.
Der Bericht fesselt mich. Auch deshalb weil ich mich oder vielmehr eine Situation in meinem Leben darin wiederfinde. Mit Banken habe ich nicht viel zu tun. Mein Konto ist eh kaum nennenswert und STILLE könnte man auch hierfür sagen.

Dass auch Bankenchefs anscheinend Angst verspüren, hat mich den zahlenfressenden und meiner Meinung nach gefühl- und emotionslosen Menschen näher gebracht. Angst ist ein Symptom, das menschlich ist. Und das scheinen sogar Zahlenmenschen zu spüren. Dann nämlich, wenn es ihnen an den Kragen geht. Die Existenzangst eben.

Aus dem Bericht ist herauszulesen, dass solche Menschen nicht in Panik verfallen, sondern im Falle der Not, der Angst, spontan einen Lösungsweg suchen, wie die sprichwörtliche Maus, die das Loch finden will, um aus der Enge zu entfliehen.

Homo faber von Max Frisch soll, so steht dort, während der Flugzeugnotlandung mathematische Aufgaben gelöst haben. Einfache, schlichte, simple Rechenaufgaben - 1 x 1 =1 und 2 x 2 = 4 usw.
Neuling hatte sich so durch die erste Nacht "Seines Schreckens" gebracht. Er rechnete die ganze Nacht, um sich selbst nicht der Panik auszuliefern.

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Als ich dies las, fiel mir der Zahnarzttermin ein. Ein solcher, den man lieber nicht beschreibt. Es ging um Schmerzen. Was auch sonst.
Ich sitze auf dem unumgänglichen Stuhl. Flüchten ist keine gute Idee. Die Schmerzen würden mit mir flüchten und von daher: Da musste ich durch!
Ängste sind ja bekanntlich sehr emotional und sitzen deshalb besonders tief. Solche Momente vergisst man selten, wenn nicht sogar nie.

Und während ich so saß und aus dem Fenster schaute, folgte der Wink des Schicksals.
Das Ziegeldach gegenüber der Praxis bevölkerte Tauben. Zwei genauer gesagt. Sie trippelten auf dem Giebel hin und her. Woraufhin ich sie mit den Augen verfolgte, währenddessen die Werkzeuge klapperten. Werkzeuge, die wenige später in meiner Mundhöhle ein Hexenwerk vollführten.
Der Zahnarzt gab sich viel Mühe. Er kann ja nichts dafür. Trotzdem kriecht die Angst samt den dazugehörigen Schweißausbrüchen immer mehr in einem hoch. So auch in diesem Moment.

Ich sitze also und schaue den beiden Tauben auf dem Dach zu wie sie trippelnd hin- und herlaufen. Sicher ein Liebesspiel, welches mich in diesem Moment der schauernden Zukunftsvision eher wenig bis gar nicht interessierte.
Unbewusst fing ich an zu zählen. Es waren ja nur zwei, trotzdem brachten mich die beiden Tauben auf die Idee, meine Angst mit dem mathematischen Konzentrationsspiel zu vertreiben. Da fiel mir das Zählen ein. So zählt man ja angeblich bis Hundert und schläft dann ein.
Ich versuchte zu zählen. Eins, zwei, drei, vier, fünf ...
schaffte es bis 39 und verfiel dann wieder den Gedankengängen, welche die Jetzt-Situation herbeiriefen.

Das war also nicht anstrengend genug, sagte mein Realismus und so musste die Sache schwieriger werden, um das volle Konzentrations- und ABLENKUNGSmanöver zu praktizieren.
2 x 5 = 10 + 3 = 13 x 3 =39. Da war ich wieder bei dieser Zahl, aber übersprang die Grenze. Nicht zu schwer, denn sonst blockte ja das Auf-dem-PUNKT-bleiben.

Ich wusste nicht mehr, wieviel Zeit verging, denn ich war ja beschäftigt. Mit Multiplizieren, mit Plus- und Minusaufgaben, mit Differenzieren ...
Die Richtigkeit war da weniger wichtig. Wichtig war das Ablenken, dass man sich auf etwas völlig anderes konzentriert und sich nicht in vage Angstgeschichten verstrickt, die dann so, wie man sie sich ausdenkt doch nicht eintreten!

Der Zahnarzt und seine Helfer fingen dann an. Noch immer war ich mit inzwischen schon höheren Zahlenreihen beschäftigt. Ich war erstaunt, dass ich das konnte, wo ich doch eher so Mittelmaß in der Schule war.

Die Angst trieb Früchte, ungeahnte, positive wohlgemerkt. Und so merkte ich kaum noch, was da auf dem Zahnarztstuhl vor sich ging. Und schneller als gedacht, erhob ich mich wieder und konnte nicht mal mehr beschreiben, was und welche Bohrgeräusche und sonstige Unannehmlichkeiten da in meiner Mundhöhle praktiziert wurden.



Sonntag, 7. September 2014

ein Fest für das Volk, sogar mit Opernklang.

Ich gebe zu: "... pssst, aber nicht weitersagen!" ich war schon zwei Jahre nicht mehr dort.

Es ist schon oft so, genau dann, wenn man nahe am Geschehen wohnt, geht man komischerweise nicht hin. Warum? ... da bin ich mir selber keiner rechten Erklärung bewußt, nehme aber an, dass es einfach die Faulheit ist. Je näher, desto weiter weg das Interesse?

Irgendwie hat es mich spontan zu einer Tour dorthin gelockt. So zwischen Mittagsbraten und ein wenig Luft sowieso. Ein Spaziergang davor ist bestimmt eine feine Sache.
Dazu die Sonne schien so am späten Vormittag auch noch und warum auch nicht?

Die Familie hatte sich ein kurzes Match gegönnt und so war die Zeit genau punktrichtig, mal schnell das Rad aus dem Schuppen zu holen und die zehn Minuten hinzufahren.
Um diese frühe Vormittagszeit waren bestimmt nicht die Massen schon ansässig, so dass noch ein gemütlicher Spaziergang ohne Stress und Schubserei drinnen sei.

Das Radfahren ist ja offensichtlich auch bei den Volksfestbetreibern angekommen. So auch die Abstellplätze eine extra Fläche finden durften, was ich gleich mal positiv sah. Anketten kostete schonmal nix, was mich eigentlich schon wunderte, denn was ist denn heute noch kostenlos?

Die Sonne brannte doch recht herunter, was für mich spontan für diesen 7. September 2014 doch ein wenig den Verdacht hochkommen ließ, dass ein Gewitter bestimmt bald brodeln würde. Für mich nicht so interessant im Moment, denn der Rundgang, den ich mir vor dem Schäuferle vorgenommen hatte, das derweil im Ofen daheim bruzzelte, dauerte vielleicht eine Stunde. Da hielt das Wetter garantiert.

Tat es auch. Das am Rande.

Der Rundgang ging vom hinteren Ein- oder auch Ausgang für mich los. Rundum von links nach rechts. Im Uhrzeigersinn spontan eben.
Recht viel geändert hat sich in den zwei Jahren, die ohne mich verflossen (lach), ja nicht. Dennoch irgendwie mehr Ordnung. Die Fressbuden jedenfalls qualitativ zu ihrem Vorteil. Die Genüsslichkeiten entsprachen mehr meinem Geschmack. Kreative Backwerke und mehr Gemüsen. Eine extra variantenreiche Bierbude, mit allerlei Sorten bestückt, gefiel mir. Obwohl ich jetzt vor dem Mittagessen eh keine Zeit mehr fand, eins zu kosten. Aber eine Woche ist ja noch Zeit, da ist bestimmt nochmal ein Stündchen drin, um sich wenigstens mal zum Ausklang eine Halbe zu genehmigen.

Neugierig war ich auch auf die politische Diskussion im Haxn Liebermann. Da stellten sich der
2. Bürgermeister Christian Vogel und unser Finanzminister Markus Söder Fragen und Antworten der Bürgerschaft. Bis ich jedoch das Zelt fand, verging wohl doch zuviel Zeit, sah deshalb gerade noch wie die Kabel zusammengerollt wurden und von den Politikern keine Spur mehr.
Das Zelt war noch recht gut gefüllt. Es war ja auch Mittagszeit.

Bei meinem Rundgang stieß ich jedoch doch noch auf eine nette Begebenheit.
Gewundert hatte ich mich, dass auf dem Volksfest, wo man zwar schon Trompetenklänge ab und an sah, doch eine schwarz bekleidete Mannschaft mit Trompeten und diversen musikalischem Zubehör samt Dirigenten und gestreifte Männlein und Weiblein ihr Stelldichein hielten, die am Rande einer Autoscooterbahn aufgereiht standen.
Dennoch nichts Interessantes soweit. Obwohl man sich an einem Autoscooter sicher mehr Rock- und Popmusik vorstellte denn tiefsinnige Klänge, die da doch mehr in Richtung Oper wanderten.

Die Menschenmenge wurde dichter, was mich neugieriger machte. Ich hatte mich ja vorher nicht informiert, welche Unterhaltung an diesem Sonntag geboten wurde, und war von daher sehr überrascht.
Die Menschenmasse dichtete sich noch mehr zu. Am gegenüberliegenden, eigentlich für Kleinkinder gedachten, antikem Autofahrdienst, so sag ich mal, war Maskerade angesagt. Mittelalterliche Kleidung und wirklich wohlklingende Töne sagten mir sofort: "Das muss etwas Besonderes sein."

Das Besondere war,  wie ich später auf einem Plakat las, eine Erstaufführung der Extraklasse. Die Pocket Opera Comp./POC zeigte hier eine abgewandelte Form des "Freischütz" - in Fahrgeschäften auf dem Volksfestplatz in Nürnberg.
Ich war begeistert und nahm ein paar Aufnahmen mit nach Hause. Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen.





 

So ein kleines Highlight vor dem Mittagessen, während daheim das mittägliche Sonntagsschäuferle seiner hoffentlich gelingenden Vollendung entgegen bruzzelte - wirklich fantastisch!

Ein Blick auf die Uhr sagte mir: Es war Zeit zum Zurückradeln, damit der Braten auch noch gelingt. EIN Braten war ja schon mal gelungen: Das Kurzerlebnis mit Schnelldurchlauf auf dem Herbstvolksfest in Nürnberg!
Eine Woche ist ja noch geöffnet, da ist bestimmt noch ein längerer Lauf geplant, der nicht den drängenden Hintergrund im Nacken hat, dass der Braten zuhause anbrennt (tat er übrigens auch nicht, war genau richtig, als ich zuhause eintrudelte).